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Pressemitteilungen

06.02.2017

Schutzgebietsausweisung im Aller-Leine-Tal - Heidekreis zieht Zwischenbilanz

17 Mal haben die Arbeitskreise zur Schutzgebietsausweisung im Aller-Leine-Tal inzwischen getagt. Zeit für den Heidekreis eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. "Wir sind den Mitwirkenden in den Arbeitskreisen sehr dankbar. Es wird hart, aber äußerst fair diskutiert und intensiv gearbeitet. Wir haben in den Sitzungen zahlreiche wertvolle Hinweise erhalten, die dazu beitragen, Nutzungseinschränkungen möglichst verträglich zu gestalten", so der Erste Kreisrat Oliver Schulze.

Der Landkreis hat den gesetzlichen Auftrag, die so genannten FFH- und Vogelschutzgebiete bis Ende 2018 unter Schutz zu stellen. Vorgeschrieben ist ein solch aufwendiges Dialogverfahren, wie es im Heidekreis praktiziert wird, nicht. Dennoch hat es sich aus Sicht der Verantwortlichen beim Landkreis bisher bezahlt gemacht. So konnten in den Arbeitskreisen bisher folgende Einigungen erzielt werden: Das künftige Schutzgebiet kann auch weiterhin auf den Wegen betreten und mit Rädern befahren werden. Kraftfahrzeugverkehr auf den öffentlichen Wegen ist ebenfalls zulässig. Für das Zelten, Grillen, Baden und Eislaufen werden ausgewählte Flächen zur Verfügung stehen. Das Befahren von Aller und Leine mit Wasserfahrzeugen wird ebenfalls möglich sein. Ortsübliche Veranstaltungen außerhalb des Schutzgebietes, wie Schützenfeste, Geburtstagsfeiern, Silvesterfeuerwerk, die mit ihrem Lärm in das Gebiet hineinwirken, unterliegen keinerlei Einschränkungen. Während der Brut- und Setzzeit sollen bestimmte Angelruhezonen ausgewiesen werden. Diese befinden sich derzeit noch zwischen Naturschutzbehörde, Angelverbänden und den Umweltorganisationen in der Abstimmung. Fest steht allerdings schon jetzt, dass in weiten Bereichen im Verlauf von Aller und Leine das Angeln weiterhin uneingeschränkt möglich sein wird. Dies gilt auch für die Jagdausübung. Einschränkungen sind hier lediglich im Fall eines Hochwassers vorgesehen. Für die Forstwirtschaft soll künftig gelten, dass lebensraumtypischen Baumarten der Vorrang einzuräumen ist. Zudem sollen je Hektar mindestens drei Altbäume belassen werden. Auch außerhalb des Waldes ist die einzelstammweise Entnahme von Bäumen weiterhin zulässig.

Die Sitzungen der Arbeitskreise werden sich in den folgenden Wochen fortsetzen. „Im Arbeitskreis Landwirtschaft liegen noch intensive Beratungen vor uns. Für den Berufsstand ist die Betroffenheit durch die Schutzgebietsausweisung am größten", so die Einschätzung des  Ersten Kreisrates. "Wir wollen dem Natur- und Landschaftsschutz den erforderlichen Raum geben, aber natürlich nicht unseren landwirtschaftlichen Betrieben die Grundlage entziehen", setzt Schulze auf eine einvernehmliche Lösung.

FFH- und Vogelschutzgebiet umfassen zusammen eine Fläche von 5.213 Hektar. Diese Flächen sind entsprechend der rechtlichen Vorgaben zwingend unter Schutz zu stellen. Im Rahmen einer im Vorfeld durchgeführten Untersuchung haben sich weitere rund 2.000 Hektar als schutzwürdig herausgestellt. Wie mit diesen Flächen umzugehen ist, soll ebenfalls noch in den Arbeitskreisen geklärt werden. Zu beraten ist ferner, ob das Gebiet den Schutzstatus eines Landschafts- oder Naturschutzgebietes erhalten soll. Ein Kompromiss könnte aus Sicht der Naturschutzbehörde darin bestehen, im Kerngebiet ein Naturschutzgebiet auszuweisen mit einem umlaufenden Landschaftsschutzgebiet als Pufferzone.

Sobald der Entwurf der Schutzgebietsverordnung von den Arbeitskreisen endgültig bera-ten wurde, wird er den politischen Gremien im Heidekreis vorgelegt. Anschließend erfolgt das öffentliche Beteiligungsverfahren. In dessen Rahmen haben alle Betroffenen erneut die Möglichkeit, Einwände vorzutragen. Die Beschlussfassung durch den Kreistag ist im September vorgesehen.

 

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