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Pressemitteilungen

13.02.2017

Land sichert finanzielle Beteiligung bis 2020 zum Dethlinger Teich zu - Umweltminister Wenzel und Landrat Ostermann unterzeichnen Vereinbarung

Heute wurde vom Niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel und Landrat Manfred Ostermann im Rathaus der Stadt Munster eine Vereinbarung zwischen dem Land Niedersachsen und dem Heidekreis zur Durchführung einer Gefährdungsabschätzung inklusive einer Machbarkeitsstudie am Standort „Dethlinger Teich“ unterzeichnet. Dadurch wird eine Beteiligung des Landes an den Kosten der erforderlichen Maßnahmen bis zum Jahr 2020 in Höhe von maximal 2 Mio. € festgeschrieben.

Zur Unterzeichnung der Vereinbarung im Rathaus der Stadt Munster begrüßte die Bürgermeisterin der Stadt Munster, Christina Fleckenstein, auch Bundes- und Landtagsabgeordnete aus dem Heidekreis sowie die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages und des Stadtrats Munster. Landrat Ostermann sprach vor der Unterzeichnung von einer „beispielhaften Zusammenarbeit zwischen Umweltministerium und Heidekreis, die die Lösung des drängenden Problems der Rüstungsaltlast Dethlinger Teich zielorientiert in Richtung auf eine Gesamtlösung hingeführt habe.“

Umweltminister Wenzel hob sowohl die Bedeutung des Projekts als auch die erforderliche Zusammenarbeit hervor: „Es handelt sich um ein bundesweit einzigartiges Projekt, dass aus meiner Sicht nicht alleine bewältigt werden kann. Land und Land-kreis stellen sich hier ihrer Verantwortung und gehen deshalb gemeinsam voran. Ich erwarte auch vom Bund eine entsprechende Beteiligung."

Seit dem vergangenen Jahr laufen am sog. Dethlinger Teich die Maßnahmen zum Abschluss der Gefährdungsabschätzung zur Vorbereitung einer möglichen Sanierung bzw. Sicherung dieser bundesweit bekannten Rüstungsaltlast. Aktuell werden 20 neue Grundwasser-Messstellen direkt am ehemaligen Teichrand gebohrt und ausgebaut. Außerdem werden mehrere alte Messstellen überbohrt und mit einer Ton-Zement-Suspension dauerhaft verfüllt. Die Ergebnisse der anschließenden Grundwasserbeprobung und -analytik  werden etwa Ende März 2017 vorliegen. Mit den Daten wird erstmals eine verlässliche Abschätzung der Schadstoffmenge möglich sein, die das Grundwasser im Abstrom des in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts ausgebeuteten und von 1943 bis 1952 mit Kampfstoffmunition verfüllten Kieselgurteiches seit mehr als 60 Jahren verunreinigt.  Auch die bisherigen Untersuchungen wurden durch das Land Niedersachsen mit 70 % aus einem allgemeinen Fördertopf für die Bearbeitung von Altlasten gefördert. Für die ab 2017 geplanten Maßnahmen wurde nun die Vereinbarung unterzeichnet,  die dem Heidekreis bis 2020 eine Gesamtförderung von 2 Mio. €  sichert. Die Förderquote beträgt wie zuvor 70 %, so dass mit dem vom Heidekreis zu tragenden Eigenanteil von 30 % Gesamtausgaben für die Erkundung des Dethlinger Teiches von bis zu rund 2,85 Mio. € gedeckt wären.

Aus der für das laufende Jahr vorgesehenen Detailplanung für die sogenannte Teichöffnung werden neben einer genaueren Kostenberechnung insbesondere umfassende Informationen über den Teichinhalt, dessen Schadstoffe und deren Zustand erwartet. In Abhängigkeit von den berechneten und den zur Verfügung stehenden Finanzmitteln wird dann zu entscheiden sein, ob die Teichöffnung im kommenden Jahr realisiert werden kann. Gleichzeitig stellt die Teichöffnung eine Sanierung im Kleinstformat dar, bei der die Randbedingungen für die angestrebte Gesamtsanierung ermittelt werden. Es ist zu erwarten, dass bei den Arbeiten bereits chemische Kampfstoffmunition gefunden und als Folge dessen ein sehr hoher Aufwand für den Arbeitsschutz sowie den Schutz der Bevölkerung erforderlich wird. Die Kosten für die Teichöffnung hat der beauftragte Gutachter von der Mull & Partner Ingenieurgesellschaft aus Hannover in seiner Vorplanung auf ca. 1,7 Millionen €
(± 20%) geschätzt.

Die Gesamtkosten für die aktuell bis Ende des Jahres 2020 geplanten Maßnahmen einschließlich der Teichöffnung werden zurzeit auf ca. 2,6 Mio. € geschätzt. Das theoretisch zur Verfügung stehende Budget wäre damit weitgehend ausgeschöpft. Kostensteigerungen, hier insbesondere bei der Teichöffnung, könnten dazu führen, dass entweder Maßnahmen reduziert werden müssten oder vom Heidekreis ein höherer Eigenanteil zu tragen wäre. Im Februar 2017 beginnen gemeinsame Gespräche des Niedersächsischen Umweltministeriums und des Niedersächsischen Innenministeriums mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Erfurt mit dem Ziel, auch eine Beteiligung des Bundes für die Teichöffnung einzuwerben. Seitens des Heidekreises besteht die Erwartung, dass sich der Bund seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist und sich demzufolge mit einem maßgeblichen Anteil an der Teichöffnung beteiligt.

 

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