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Achtsam sensibilisiert und fachlich gestärkt

Fachtag der Frühen Hilfen & Präventionsketten stärkt Fachkräfte im Heidekreis

Am 17. Juni 2022 fand der gemeinsame Fachtag der Frühen Hilfen & Präventionsketten im Heidekreis unter dem Thema „Ressourcen fördern und Resilienzen stärken - so früh wie möglich“ statt. Susann Muscas, Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen, und Susanne Schlote, Koordinatorin der Präventionsketten im Heidekreis, hatten in das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Walsrode eingeladen. Über 70 Fachkräfte und Interessierte aus den Bereichen Kindertagesstätten, Frühe Hilfen, Kindertagespflege, Grundschulen, Frühförderung, Schulsozialarbeit, Regionales Landesamt für Schule und Bildung, Sozial-raumarbeit, Politik, Beratungsstellen und Gesundheitswesen nahmen teil.

Sina Böhling, Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familie, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte thematisch in den Fachtag ein. Dabei stellte sie die Herausforderungen und die Bewältigung von Krisen wie beispielweise die Corona-Pandemie und die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine für Fachkräfte und Familien in den Mittelpunkt. Das Netzwerk der Fachkräfte erwies sich als wichtiger Resilienzfaktor in der Krisenzeit. Die Veranstalter freuten sich sehr, Dr. med. Florian Gal, Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie des Heidekreis-Klinikums, begrüßen zu können. In seinem Vortrag zu den „Belastungen, die uns krank machen und Resilienzen, die uns gesund halten“ beschrieb er die Resilienz als die Stärke mit Krisensituationen fertig zu werden. Manchen ist diese Widerstandskraft von klein auf gegeben. Andere müssen sie sich erst aneignen. „Ich kenne keinen Menschen, der noch keine Krise durchgemacht hat. Belastende Situationen und Schicksalsschläge gehören zum Leben dazu.“ Hierzu vermittelte Gal neben den medizinischen Zusammenhängen auch die Auswirkungen von Stress. Eine gute Tagesstruktur mit ausreichend Schlaf, 30 Minuten Bewegung am Tag, eine ausgewogene und saisonale Ernährung, das Pflegen sozialer Kontakte, bewusster Medienkonsum und Entspannungsübungen stärken die Resilienz.

Durchzogen war der Fachtag von Angeboten zur Achtsamkeit, bevor der Nachmittag im Zeichen von unterschiedlichen Workshops stand: Jennifer van Daak, Lebenshilfe Walsrode e. V, und Carola Beuße, Mitarbeiterin der Fachgruppe Frühkindliche Bildung und Betreuung des Heidekreises, gaben einen Einblick in das videobasierte Beratungskonzept „Marte Meo“, das sich gleichermaßen für Eltern wie Fachkräfte eignet. Remmer Kruse, Musikpädagoge und Trainer im Projekt MuST, und Susanne Hinrichs, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte des Heidekreises, stellten das Projekt „Musik-Sprache-Teilhabe (MuST) - Elementare Musikpraxis als Medium für Sprachbildung, Zugehörigkeit und Miteinander“ vor. Inge Schröder, Psychologin (M.Sc), beleuchtete in ihrem Workshop den „roten Faden der Achtsamkeit“. Sie brachte verschiedene Kennzeichen der Aufmerksamkeit, Methoden der Achtsamkeit sowie Atem- und Mediationstechniken näher. Der Workshop „Kinderstube der Demokratie - Handwerkszeug für Selbstwirksamkeitsprozesse“ wurde von Beate Rempe, freie Referentin am Institut für Partizipation und Bildung für Demokratie in Kinderhand, durchgeführt und beschäftigte sich mit Formen der Demokratie und wie man diese im pädagogischen Alltag sinnvoll hinterfragen kann. Beate Döbel, systemische Familientherapeutin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Integrative Eltern-Säuglings-/Kleinkind-Beraterin beleuchtete in ihrem Workshop „Gelingende Eltern-Kind-Interaktion von Anfang an“ elterliche und kindliche Voraussetzungen und Ressourcen sowie Störfaktoren.

Rundum war es ein sehr gelungener und abwechslungsreicher Tag, sodass die erhaltenen Informationen, Anregungen und Botschaften direkt in verschiedene Situationen der Arbeitsfelder, aber auch in den Alltag Einzug finden können.