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PERLE trifft "Gemeinsam Stark Werden"

Psychosoziale Gesundheit ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein Thema im Heidekreis. Das Wohlbefinden der Kinder im Blick zu haben und zu fördern ist schon länger Bestandteil der Bildungslandschaft. Nach Corona ist dieser Aspekt aber noch stärker in den Fokus gerückt. Das PERLE-Netzwerk, seit 2015 ein fester Baustein in der Bildungslandschaft Heidekreis, beschäftigt sich intensiv mit dem Übergang von der KITA in die Schule. In dem Programm nehmen pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte der Kitas und Grundschulen der Stadt Walsrode und der Vogelparkregion an der PERLE-Langzeit-Fortbildung teil. Diese nimmt primär nicht die Probleme und Stolpersteine des Übergangs in den Fokus, sondern die einzelnen Personen dahinter. Sprich: jedes Kind, die Eltern, die pädagogischen Fachkräfte und die Lehrkräfte.

Nun traf sich eine Reisegruppe, bestehend aus Vertreter:innen von Grund- und Oberschulen, Kindertagesstätten, der Volkshochschule Heidekreis, der Stadt Walsrode und dem Landkreis Heidekreis in Götzis/Österreich mit den Entwicklern des Lebenskompetenzprogramm für KITA und Grundschule „Gemeinsam Stark Werden“, der Weitblick GmbH, um eine Zusammenarbeit auszuloten.
Nach der 11-stündigen Anreise der 16-köpfigen Gruppe wurde beim Kennenlernen schnell deutlich, dass es mit den österreichischen und schweizerischen Kolleg:innen matcht - trotz verschiedener Bildungssysteme war die Gruppe von 30 Personen in ihrer Haltung zu Bindung und Bildung verbunden. Abgeschlossen wurde der erste Tag mit einem einstündigen Impuls zur psychosozialen Gesundheitsförderung aus Sicht der existenziellen Pädagogik.
Sowohl PERLE als auch „Gemeinsam Stark Werden“ verfolgen diesen Ansatz. Pädagoginnen und Pädagogen aus Kita und Schule begleiten Kinder und Jugendliche dabei, sich die Fähigkeiten anzueignen, kompetent mit ihrem Leben und mit sich umzugehen.

Mit der Fragestellung „Was macht Kinder stark?“ startete die Gruppe mit Dr. Christoph Kolbe in den darauffolgenden Tag. Kinder würden in eine fertige Welt hineingeboren, in der die Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung nahezu grenzenlos seien. Das sorge nicht nur bei Kindern und Jugendlichen für Überforderung. Durch PERLE und „Gemeinsam stark werden“ werden sowohl pädagogische Fach- und Lehrkräfte, als auch die Kinder in ihrer reflektierten Selbst- und Fremdwahrnehmung, ihrer emotionalen Verbundenheit, ihrer gewissenhaften Entscheidungsfähigkeit und ihrer autarken Handlung gefördert.
Das Programm „Gemeinsam Stark Werden“ soll als Ergänzung zu PERLE als Pilotprojekt im Heidekreis im Oktober starten. Multiplikator:innen werden ausgebildet, die das Programm in die Kitas und Schulen tragen. Durch mehr als 200 praktische Übungen erlernen Kinder zum Beispiel mehr Vertrauen, Achtsamkeit, Empathie und Sinnerleben. In Österreich wird „Gemeinsam Stark Werden“ im gesamten Land bereits in den Grundschulen umgesetzt. Seit Kurzem gibt es das Programm angepasst auch für Kinder im Kita-Alter. Die wissenschaftliche Evaluation ist bereits durchgeführt worden. Die vierjährige Wirksamkeitsprüfung hat gerade begonnen und wird im Jahr 2028 abgeschlossen sein.

Ebenfalls von der Weitblick GmbH ist das Weltklimaspiel entwickelt worden, welches ein interaktives dreitägiges Brettspiel rund um das Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit ist. Der Entwicklungsprozess startete 2019 und ist mittlerweile abgeschlossen. Das Weltklimaspiel ermöglicht das Verständnis der komplexen Klimakrise spielerisch nachzuvollziehen.
In Deutschland werden erstmalig Schülerinnen und Schüler der Felix-Nussbaum Schule Walsrode und der Londy-Schule Rethem die Simulation erproben. Bisher wurde das Spiel 44 Mal in Österreich von jungen Menschen ab 10 Jahren und jungen Erwachsenen gespielt - Auswirkungen des Klimawandels werden erkannt und das eigene Handeln dabei reflektiert.
Begeistert von den Impulsen aus dem deutschsprachigen, Ländergrenzen überschreitenden Austauschs machten sich die Teilnehmer:innen am dritten Tag wieder auf die Rückreise in den Heidekreis. Das Bewusstsein, dass die Probleme in allen drei Ländern da sind und es Menschen gibt, die mit Engagement diesen begegnen, verbindet nachhaltig.