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100. Granate geborgen

Erkundungsarbeiten am Dethlinger Teich bei Munster schreiten voran

Granaten in der Größe von 10,5 und 15 cm Durchmesser sowie ein weiteres Munitionsteil wurden am 28. Oktober 2019 geborgen.Gestern Morgen um kurz vor neun wurde bei den Erkundungsarbeiten am Dethlinger Teich bei Munster die 100. Granate geborgen. Alle Granaten waren unbezündert, ohne die sogenannten Führungsringe und ohne erkennbare Leckagen. Aufgrund der äußeren Merkmale wird vermutet, dass es sich bei der Munition fast ausnahmslos um Kampfstoff-granaten handelt.

Die erste Granate wurde am 8. Oktober 2019 gefunden. In den Folgetagen kam es immer wieder zu weiteren Einzelfunden. Seit letzter Woche hat die Anzahl der geborgenen Granaten massiv zugenommen. Sie liegen im Gemisch mit dem Betonschutt, der beim Abriss der Bunker in der benachbarten Luftwaffen-Munitionsanstalt anfiel. Die Bundesrepublik Deutschland hat sich als Mitunterzeichner des sogenannten Chemiewaffenverbotsabkommens verpflichtet, keine chemische Munition zu besitzen und entsprechende Altmunition unter Beteiligung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag zu vernichten. Die Zustimmung für die Öffnung der Munition liegt mittlerweile vor. In der kommenden Woche sollen die ersten Granaten bei der GEKA, Gesellschaft zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe und Rüstungsaltlasten mbH, in Munster untersucht werden.

Die aktuelle, praktisch trockene Sohle des Schachtes befindet sich in circa 2,2 Meter Tiefe. Bisher wurden in der Atmosphäre des Arbeitszeltes keine chemischen Kampfstoffe nachgewiesen.