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„Treiber und Kümmerer“ - Eine Region macht sich gemeinsam auf den Weg

Regionalmanagement Wasserstoff nimmt Arbeit auf

Die Region Nordostniedersachsen ist auf dem besten Weg, eine Modellregion für Wasserstoffwirtschaft zu werden. Das vom Land Niedersachsen geförderte Regionalmanagement hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Zum Auftakt gab es ein großes Treffen der Projektpartner, bei dem die Struktur des Regionalmanagements präsentiert wurde.

„Nach einer langen und intensiven Planungsphase sind wir jetzt gut aufgestellt, um erste Projekte umzusetzen. Unsere Arbeit gewinnt damit große Dynamik und mit noch mehr Manpower und einer professionellen Struktur können wir nun richtig loslegen“, freut sich die Landesbeauftragte Monika Scherf bei einem großen Auftakttreffen im Hotel Heidjäger in Mulmshorn. Die Landesbeauftragte begrüßte dort 60 Mitglieder des Wasserstoffnetzwerkes Nordostniedersachsen. Es wären sicherlich noch mehr geworden, doch die geltenden Abstandsregelungen aufgrund des Coronavirus ließen nicht mehr zu. Stattdessen verfolgten einige Mitglieder das Treffen per Livestream. „Es ist beeindruckend, was unsere Region auf die Beine stellen kann“, so Scherf. Das neue Regionalmanagement sei eine Geschäftsstelle, die alle Aktivitäten im Bereich Wasserstoff bündeln wird. Besonders begrüßte sie den neuen Hauptgeschäftsführer der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, Holger Bartsch, und den Bundestagsabgeordneten Oliver Grundmann.

Nach europaweiter Ausschreibung wurden zum 1. September 2020 die Unternehmen Meyer Consulting (MCON) aus Oldenburg und das Transferzentrum Elbe-Weser (TZEW) mit der Durchführung beauftragt. Beide Unternehmen haben langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit den örtlichen Kommunen und den hiesigen Unternehmen. Das Regionalmanagement soll zukünftig die Arbeit des Wasserstoffnetzwerkes koordinieren. Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent durch das Land Niedersachsen und zu 25 Prozent durch die elf Landkreise im Amtsbezirk Lüneburg. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Region bei diesem Thema Vorreiter wird - alle Landkreise ziehen dafür an einem Strang“, so der Stader Landrat Michael Roesberg, der den Vorsitz in der Landrätekonferenz innehat.

Manfred Ostermann, Landrat des Heidekreises, ist zuversichtlich: "Mit den Unternehmen MCON und TZEW arbeitet die Wirtschaftsförderung des Heidekreises seit vielen Jahren vertrauensvoll und bewährt zusammen. Ich bin sicher, dass es dem Projektmanagement gelingen wird, die innerhalb des Netzwerks Nordost-niedersachsen auch im Heidekreis bestehenden Projektansätze der Wasserstoffwirtschaft zu verknüpfen und zu fördern."

Auch Holger Bartsch begrüßt die Fortschritte im Wasserstoffnetzwerk. „Dass der Region Nordostniedersachsen viele zentrale Akteure angehören, die eine erfolgreiche Wasserstoffwirtschaft etablieren wollen, zeigt die erfreulich hohe Teilnahmebereitschaft am Projektpartnertreffen. Das Netzwerk steht aber auch für weitere Mitglieder offen.“  

Angesiedelt ist das Regionalmanagement bei der ARTIE, dem Regionalen Netzwerk für Technologie, Innovation und Entwicklung. Der Landkreis Osterholz hat den Vorsitz und die Koordination der ARTIE inne und war deshalb auch Antragssteller und Koordinator für das Wasserstoffnetzwerk. „Ich freue mich, dass wir über das seit viele Jahre bestehende ARTIE-Netzwerk neue Initiativen anstoßen und maßgeblich voranbringen können“, erklärt Landrat Bernd Lütjen.

Projektleiter Dr. Daniel Kipp (MCON) und sein Stellvertreter Arne Engelke-Denker (TZEW) präsentierten sich und ihre Vorstellung vom nun anlaufenden Regional-management. Für sie stehe der Kontakt mit den Unternehmen an erster Stelle. Sie wollen vor Ort beraten, Projekte initiieren und Fördermittel in die Region holen: „Wir wollen Treiber und Kümmerer sein!“

Das Regionalmanagement nimmt zu einem entscheidenden Zeitpunkt seine Arbeit auf. Sowohl das Land Niedersachsen als auch der Bund fördern aktuell Projekte zu alternativen Antriebsarten mit hohen Beträgen - dabei spielt die Nutzung von Wasserstoff in Brennstoffzellen eine zentrale Rolle. Auch die EU wird in der neuen Förder-periode ei-nen Schwerpunkt auf erneuerbare Energien legen. Eine große Chance, um mit klugen und innovativen Ideen die Region Nordostniedersachsen als Wasserstoff-Modellregion zu profilieren.