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Pressemitteilungen

15.11.2018

Was machen die Jugendlichen nach der Schulentlassung? - „Niemand darf verloren gehen“: Eine Initiative des Heidekreises zur Versorgungsabfrage von Schülerinnen und Schülern

In den letzten Wochen wurden diverse Anrufe durchgeführt und erfragt, was Jugendliche nach der Schulentlassung im Sommer machen. Bei dieser Abfrage handelt es sich um eine neue Initiative des Heidekreises im Rahmen des Programms JUGEND STÄRKEN im Quartier mit dem Ziel sicherzustellen, dass alle Schülerinnen und Schüler, die die allgemeinbildende Schule verlassen, den Übergang in eine Ausbildung oder an eine weiterführende Schule schaffen und somit versorgt sind. Außerdem wird dadurch die Schulpflichterfüllung sichergestellt.

„Den Prozess haben wir mit den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen abgestimmt. Wichtig war hierbei eine einfache Handhabung. Wir sind jetzt im zweiten Durchgang und werden das System weiterhin optimieren“, so Koordinatorin Martina Tödtmann, die beim Heidekreis für die Einführung und Durchführung des Verfahrens verantwortlich ist. Die telefonische Abfrage wird von ihrem Kollegen Vincent Stade durchgeführt, der über 1000 Haushalte kontaktiert. Die Jugendlichen, die sich nicht an der berufsbildenden Schule in Soltau oder Walsrode angemeldet haben und deshalb als „unversorgt“ gelten, besuchen häufig Schulen außerhalb des Landkreises oder machen ein Freiwilliges Soziales Jahr. Allerdings telefoniert Vincent Stade auch mit Eltern und Jugendlichen, die Unterstützung brauchen. Und genau diese jungen Leute sollen gefunden werden. Die Rückmeldungen umfassen ein breites Spektrum: Vielleicht läuft es nicht gut in der Ausbildung und es wird eine Unterstützung gewünscht. Oder der Jugendliche möchte sich erst einmal eine Auszeit nehmen, obwohl er noch schulpflichtig ist. In solchen Fällen berät das Team von JUGEND STÄRKEN die Familien und stellt den Kontakt zu den Berufsbildenden Schulen oder Hilfseinrichtungen her. Außerdem bietet das Programm selbst Plätze für unversorgte Jugendliche an, die dann intensiv begleitet und beraten werden. „Wir treffen auf Eltern, die froh sind, dass man sich für ihre Kinder interessiert. Deswegen geben sie auch bereitwillig Auskunft. Wir gehen mit den Daten sehr sensibel um und halten uns an alle datenschutzrechtlichen Vorgaben“, erklärt Tödtmann. Die Abfrage soll fester Bestandteil der Angebote von JUGEND STÄRKEN werden und ist auch für das kommende Schuljahr geplant. Noch rund 70 Schülerinnen und Schüler müssen aktuell überprüft werden. Wer selbst die Initiative ergreifen möchte, kann sich gerne bei Vincent Stade unter der Telefonnummer 05191 9739944 melden. Das Projekt wird vom Bundesjugendministerium, dem Bundesumweltministerium und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

 

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