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Dethlinger Teich: Arbeiten müssen am Schacht drei fortgesetzt werden

2.552 Kampfstoffgranaten insgesamt geborgen

Bis zum Vormittag des 27. Februar 2020 wurden Erkundungsarbeiten am Dethlinger Teich bei Munster wechselweise in zwei Schächten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen mussten die Arbeiten im Schacht 2 wenige Zentimeter oberhalb des Grundwassers abgebrochen werden. Im Schacht 1 wurde die Grundwasseroberfläche bereits vorher freigelegt, sodass die Räumarbeiten im Schacht 1 und 2 als abgeschlossen betrachtet werden müssen. Es wird nun ein weiterer Schacht hergestellt. Dieser wird genutzt, um die Datenlage zu verbessern.

Die Probleme mit der Wasserhaltung konnten nicht gelöst werden. Trotz aller Anstrengungen mit zusätzlichen Förderpumpen direkt im Schacht 1 stagniert die Wasserhaltung. Ein leichter Anstieg in den letzten Tagen ist das "Ergebnis" der heftigen Niederschläge. Auch die beiden im Schacht 1 eingesetzten Pumpen mit einer Förderleistung von mehr als 10 m³ je Stunde im Schacht selbst blieben ohne messbaren Effekt. Die Arbeiten im Schacht 2 mussten gestern aus Sicherheitsgründen wenige Zentimeter oberhalb des Grundwassers abgebrochen werden. Zuvor war wiederholt Betonbruch von der Seite in den Schacht gerutscht und hatte dabei einen größeren Hohlraum unter der Betonplatte erzeugt. Im Schacht 1 wurde die Grundwasseroberfläche bereits vorher freigelegt. Die Räumarbeiten im Schacht 1 und 2 müssen damit als abgeschlossen betrachtet werden. Mit den am 27. Februar geborgenen 66 Granaten beträgt die Gesamtzahl der insgesamt geborgenen Kampfstoffgranaten 2.552 Stück. Alle Granaten wurden zur GEKA Munster abgefahren, wo sie in den nächsten Monaten in den Spezialanlagen vernichtet werden.

Die nächsten Wochen sollen zur Verbesserung der Datenlage genutzt werden. Seit dem 28. Februar 2020 wird innerhalb des Zeltes in einem Bereich mit vermutlich wenig Munition ein weiterer Schacht erstellt (Schacht 3). Gleichzeitig werden Schacht 1 und 2 mit Kies verfüllt. Der Stahlverbau wird dabei entfernt und parallel im Schacht 1 ein Filterrohr eingebaut, mit dem bei der Sanierung gegebenenfalls die Grundwasserförderung unterstützt werden kann. Im Schacht 3 sollen zahlreiche Materialproben entnommen werden, um die benötigten Daten für das bei der Sanierung notwendige Abfallmanagement zu erhalten. Der Vortrieb soll - wenn möglich - mit einem verstärkten Maschineneinsatz erfolgen, um auch hier belastbare Planungsdaten für die Sanierung zu erhalten. Als weiteres Teilprojekt soll bis Ostern die Anwesenheit der C-Feuerwerker genutzt werden, um eine in Luftbildern (1944 bis 1947) auffällige Fläche am westlichen Rand des Dethlinger Teiches zu untersuchen. Dieser Bereich liegt höher und muss zum Aufbau des Sanierungszeltes abgetragen werden.