Medien

Medien zu den Themen Rechtsextremismus, Rassismus und Migration

Masel Tov Cocktail (Mediennummer 5523029 )

Dimitrij Liebermann (19) ist Jude und hat Tobi geschlagen. Dafür soll er sich entschuldigen. Nur leid tut es ihm nicht unbedingt. Auf dem Weg zu Tobi begegnet Dimitrij ein Querschnitt der deutschen Gesellschaft mit Vorurteilen und immer wieder ein Problem, das es auszuhandeln gilt: seine deutsch-jüdische Identität. Eine Zutatenliste fasst den Inhalt des Kurzfilms zusammen: 1 Jude, 12 Deutsche, 5 cl Erinnerungskultur, 3 cl Stereotype, 2 TL Patriotismus, 1 TL Israel, 1 Falafel, 5 Stolpersteine, einen Spritzer Antisemitismus. Zubereitung: Alle Zutaten in einen Film geben, aufkochen lassen und kräftig schütteln.

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (8-13)


Rechtsextremismus in Deutschland [interaktiv] (Mediennummer 5521488)

Das Medium gibt anhand von eindrücklichem Filmmaterial einen Einblick in die aktuelle rechtsextremistische Szene in Deutschland. Es zeigt Gruppierungen, Strukturen und Wirkmechanismen. Thematisiert werden beispielsweise Gruppierungen wie die Identitäre Bewegung, aber auch rechtsextremistische Attentate und rechtsterroristische Netzwerke. Dabei liegt ein Fokus auch auf der digitalen Welt des Rechtsextremismus: (weltweite) Vernetzung, Verunsicherung, Verbreitung.

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (9-13)


Rechtsextremismus im Internet (Mediennummer 55500329)

Im Internet und in sozialen Netzwerken treten Rechtsextreme meist scheinbar harmlos auf - modern und jugendlich. Zur Strategie Rechtsextremer im Netz gehört es, unverfängliche Profile anzulegen, in denen es auch um Hobbys gehen könnte. Sie verbergen sich beispielsweise hinter Fanseiten von Fußballclubs, Tierschutzaktivisten oder Street-Art-Künstlern. Sie greifen aber auch politische Themen auf, die Jugendliche interessieren, wie Arbeitslosigkeit, Umweltschutz und Politikverdrossenheit. Sie vermitteln diese Themen zeitgemäß. Es ist schwer, dies auf den ersten Blick zu durchschauen. Der Film zeigt anhand von konkreten Beispielen, mit welchen Strategien Rechtsextreme vorgehen und wie diese Strategien entlarvt werden können. Zudem werden Handlungsanleitungen gegeben, diese Inhalte zu melden und dagegen vorzugehen.

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (7-12); Sonderpädagogische Förderung


Wurzeln des Rassismus (Mediennummer  55502619)

Der Film zeichnet von Sklaverei, Kolonialismus und NS-Rassenlehre bis zu Segregation und Apartheid in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Geschichte des Rassismus nach, zeigt aber auch Gegenbewegungen wie die Abschaffung der Sklaverei und Verankerung der Menschenrechte. Das Medium geht auch auf Verbrechen wie Ausbeutung, Vertreibung und Raub von Kultur- und Kunstgütern in den Kolonien ein. Es thematisiert die längst widerlegte Rassenlehre aus dem 19. Jahrhundert und des Nationalsozialismus und geht der Frage auf den Grund, weshalb diese gesellschaftlich und politisch immer wieder Bedeutung erlangen. Die aktuelle Entwicklung zu den allgemeinen Menschenrechten und den Prozess der Gleichstellung wird ebenfall thematisiert. Dabei wird auf die amerikanische Bürgerrechtsbewegung mit Martin Luther King und die Überwindung der Apartheid in Südafrika hingewiesen. Am Ende werden aktuelle Fragen zur "Black lives matter"-Bewegung und zur Rückgabe von Kunst- und Kulturgütern in ihre Ursprungsländer zur Diskussion gestellt.

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (7-8); Sonderpädagogische Förderung


Alltagsrassismus (Mediennummer 55501743)

Die Filmreihe besteht aus einem Kurzspielfilm und mehreren dokumentarischen Filmen. In den dokumentarischen Filmen sprechen Jugendliche verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung und ihren Umgang damit. Wie reagieren sie, wenn eine Einzelperson oder eine Gruppe beleidigt wird? Wo mischen sie sich ein und wo nicht? Die Jugendlichen zeigen ihr Leben in einer multikulturellen Gesellschaft mit den Herausforderungen, die diese mit sich bringt. Die eigene Herkunft und die kulturelle Zugehörigkeit spielen dabei für sie in ihrem Alltag eine genauso wichtige Rolle wie kulturelle Unterschiede und Abgrenzungen. Mit wem sind sie befreundet - mit wem nicht? Was lernen sie von anderen Kulturen und wie wirkt sich kulturelle Vielfalt auf den Freundeskreis aus?

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (8-10)


Moooment! (Mediennummer 55504240)

In jeder der fünf Episoden geht es um typische, allgegenwärtige Situationen, in denen Kinder in Deutschland Alltagsrassismus erleben. Ob in der Schule, zu Hause bei der Geburtstagsfeier, im Kaufhaus oder beim Eis essen - viele reproduzieren - meist unbewusst - immer wieder rassistische Stereotypen. In solchen Momenten halten die sechs Freunde und Freundinnen Julia, Tayfun, Nadia, Johannes, Sam und Adaolisa die Zeit an. Sie erklären, was da gerade schiefläuft und wie den Erwachsenen klargemacht werden kann, dass sie sich rassistisch verhalten.

Adressaten: Kinder- und Jugendbildung (10-12); Allgemeinbildende Schule (5-6)


Der schwarze Nazi (Mediennummer 5564860)

Filmgroteske aus Sachsen über Integration, Wutbürger und die Frage: Was ist eigentlich „Deutsch“? Sikumoya, ein Kongolese in Sachsen, verehrt Goethe und entspannt sich bei Bier und deutscher Volksmusik. Trotz dieser Vorlieben wird er von allen Seiten angestarrt, ausgegrenzt und schließlich von einer Nazikameradschaft zusammengeschlagen - mit dramatischen Folgen. Denn nachdem er wieder aus dem Koma erwacht, ist Sikumoya plötzlich der „Deutscheste aller Deutschen“, überholt die Neonazis rechts und beginnt ihnen ihre Ideologie streitig zu machen. Damit überzeugt er nicht nur stramme Neonazis, sondern kann auch besorgte Wutbürger hinter sich versammeln. Ab sofort entscheidet Sikumoya, was „Deutsch“ ist, und was nicht.

Adressaten: Kinder- und Jugendbildung (14-18); Erwachsenenbildung; Allgemeinbildende Schule (7-13)


Der Holocaust - Erinnern reicht nicht (Mediennummer 55502486)

Mahnmale und offizielles Gedenken an die Opfer des Holocaust sind ein wichtiger Teil der heutigen demokratischen Erinnerungskultur. Trotzdem sind Antisemitismus und Rassismus wieder auf dem Vormarsch. Doch zu den Fundamenten einer funktionierenden Demokratie gehört die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Neben den wichtigen Etappen der NS-Aufarbeitung und der Geschichte der Gedenkstätte Bergen-Belsen steht das Schicksal einer Überlebenden im Zentrum der Filme.
Yvonne Koch wurde als 10-Jähriges Mädchen in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Vor Jugendlichen berichtet sie heute über ihr Leben und ruft dazu auf, sich für die Demokratie stark zu machen und Bezüge zur eigenen Realität herzustellen. Denn Diskriminierung und Ausgrenzung gibt es überall und die kritische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zeigt, wohin Menschenrechtsverletzungen führen können.

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (7-13); Sonderpädagogische Förderung


Neue Heimat Deutschland (Mediennummer 5563699)

Vorgestellt wird eine 17-jährige Syrierin. Sie lebt in der Erstaufnahme für Flüchtlinge im thüringischen Eisenberg. Ihr großer Wunsch ist ein Leben in Frieden. Moasasa spricht gutes Englisch und möchte so schnell wie möglich wieder in die Schule gehen. In Deutschland ist vieles anders. Es gab gute und schlechte Erfahrungen. Sie hält die Verbindung zur Heimat über WhatsApp. Das Smartphone ist die einzige Möglichkeit, in Kontakt zu bleiben. Den Unterschied zu Syrien merkt sie nicht nur an den Straßen und Häusern – sondern auch an kulturellen Dingen. "Wenn wir, so wie jetzt, in Syrien nebeneinander herlaufen würden, würden uns alle anschauen und sagen: Was ist das denn? Das ist nicht gut für das Mädchen!" »Ich bin hier in Deutschland, weil bei mir zuhause Krieg herrscht«, erzählt die 17jährige Moasasa von der täglichen Todesangst in ihrer Heimat, von den Entbehrungen auf der langen Flucht, ihren Eindrücken von Deutschland, das nun ihre neue Heimat werden soll.

Adressaten: Allgemeinbildende Schule (5-10); Sonderpädagogische Förderung


Das Mädchen mit der Perlenkette (Kamishibai Bilderkartenset 7250332)

Wenn sich die Menschen auf der Straße begegnen, flüstern sie sich zu, was ihren Bekannten passiert ist. Da sind so viele Verbote, so viele Menschen leben in Angst. Und das Leben von Rahas Vater ist bedroht. Dann flüchtet Rahas Familie. Ein beschwerlicher und langer Weg - über die Grenze, über endlose Berge und Täler, bis zum Meer. Dort soll ein kleines Boot sein, das der Sechsjährigen mit ihrer Familie und vielen anderen Menschen die Freiheit bringen soll.

Elementarbereich (4-6); P; Allgemeinbildende Schule (1-4); Sonderpädagogische Förderung