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Breitbandausbau

Weiße Flecken werden Geschichte

Hochgeschwindigkeitsinternet für den Heidekreis

Das Breitbandprojekt des Heidekreises befindet sich auf der Zielgeraden


Die Kreisverwaltung arbeitet seit einiger Zeit im Auftrag der zwölf kreisangehörigen Städte, Gemeinden, Samtgemeinden und des gemeindefreien Bezirks Osterheide intensiv daran, die weißen Flecken im Kreisgebiet zu erschließen, die noch keinen Internetzugang mit mindestens 30 Mbit/s haben. Ziel ist es, den Ausbau bis Ende 2019 abzuschließen.

„Die Zukunft gerade der ländlichen Räume und ihre Standort- und Lebensqualität ist abhängig von einem leistungsfähigen Internet“, so Landrat Manfred Ostermann. Eine leistungsfähige Breitbandanbindung durch Glasfaser ist für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums unerlässlich. Alle Bereiche unseres täglichen Lebens sind von den Veränderungen der zunehmenden Digitalisierung geprägt. Ein Leben ohne Computer, Smartphone oder schnelles Internet ist für viele unvorstellbar geworden. Auch wird die Attraktivität eines Standortes heute entscheidend von der Verfügbarkeit schneller Internetanschlüsse mitbestimmt.

Im Rahmen der aktuellen Bundes- und Landesförderung für den Breitbandausbau hat sich der Heidekreis für das Wirtschaftlichkeitslückenmodell entschieden. Gefördert wird der Ausbau mit insgesamt 9,33 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie der Europäischen Union. Mit dem Bau der Netzinfrastruktur, mit einer geplanten Wirtschaftlichkeitslücke von ca. 14,96 Mio. Euro, werden rund 8.000 private und gewerbliche Anschlüsse die Möglichkeit erhalten, eine NGA-Breitbandanbindung (Next Generation Access) zu nutzen. Der Ausbau hat in den Städten Schneverdingen und Munster sowie der Gemeinde Neuenkirchen bereits begonnen. Den Eigenanteil von rund 5,62 Mio. Euro trägt der Landkreis.

Um schnelle und leistungsstarke Breitbandanschlüsse zu fördern, wurden nach dem Ergebnis einer vorangegangenen Ausschreibung am 27.02.2017 erste Bewilligungsbescheide an die Netzbetreiber versandt.

Beauftragt wurde für das Gebiet der Stadt Munster die EWE TEL GmbH, für die Stadt Schneverdingen und die Gemeinde Neuenkirchen die Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen, für die Gemeinde Wietzendorf, die Stadt Bad Fallingbostel und die Gemeinde Bomlitz die KOMNEXX GmbH (jetzt Inexio).

Für die Bereiche der Städte Soltau und Walsrode sowie die Samtgemeinden Ahlden, Schwarmstedt und Rethem wurde die Versorgung neu ausgeschrieben. Nach dem  Ergebnis der Ausschreibung wurden für das Gebiet der Stadt Soltau die Stadtwerke Soltau, für den Bereich Rethem und Walsrode die Firma Bungalski GmbH, Verden und für das Gebiet Schwarmstedt die Fa. Inexio, Saarlouis,  am 18.12.2017 beauftragt.

Für das Los Ahlden sind keine verwertbaren Angebote eingegangen, sodass für dieses Los eine erneute Ausschreibung am 29.01.2018 stattgefunden hat. Das Ergebnis der Auswertung liegt noch nicht vor.
 

Ausbau


Schneverdingen/Neuenkirchen
Der erste Spatenstich durch die Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen hat am 11.09.2017 in Anwesenheit des niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer stattgefunden. Das kommunale Unternehmen hat einen Zuschuss in Höhe von 2.684.307,00 € erhalten, um die „weißen Flecken“ im Gebiet der Stadt Schneverdingen und der Gemeinde Neuenkirchen zu erschließen. Hier sollen 1.435 Haushalte mit der o. g. Übertragungsleistung versorgt werden. Für die Maßnahme wurden fünf Tiefbauunternehmen beauftragt, um die rund 160 Kilometer Kabeltrasse zu verlegen. Die Investitionskosten betragen rund acht Millionen Euro.

Munster
Der erste Spatenstich durch die EWE für das Los Munster fand am 1. März 2018 statt. Damit wurde der Startschuss für 150 Haushalte gegeben. Nach den Planungen der Fa. EWE sollen noch in diesem Jahr diese Haushalte mit Glasfaserleitungen, die direkt bis ins Haus gehen (FttH) fertiggestellt werden und die Bürgerinnen und Bürger somit zukunftssichere Anschlüsse erhalten. Die EWE wird in Kooperation mit den Stadtwerken Munster-Bispingen nordwestlich von Munster in den Ortschaften Ilster, Haus Ilster, Heidkrug, Alvern, Töpingen und Kohlenbissen den geförderten Breitbandausbau umsetzen.

Feinplanung
Für die Bereiche der Städte Soltau und Walsrode sowie den Samtgemeinden Schwarmstedt und Rethem werden zurzeit die Feinplanungen durch die Netzbetreiber erarbeitet, die dann noch durch den Bund und das Land genehmigt werden müssen, bevor auch hier die ersten Spatenstiche stattfinden können.
 

Hintergrund


In Abstimmung mit den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden hat der Heidekreis Ende April 2016 Anträge auf eine Zuwendung nach der Richtlinie für die Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland (Förderrichtlinie des Bundes) sowie auf eine Zuwendung nach der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung der Breitbandversorgung ländlicher Räume (RL Breitbandförderung – ländlicher Raum) eingereicht.

Die Förderung erfolgt im Rahmen einer sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenförderung. Dies bedeutet, dass der Breitbandausbau durch ein Telekommunikationsunternehmen auch in Bereichen stattfindet, in denen die neue Breitbandinfrastruktur aus Sicht des Unternehmens eigentlich unwirtschaftlich wäre. Die errichtete Breitbandinfrastruktur bleibt im Eigentum des geförderten Unternehmens. Das Telekommunikationsunternehmen erhält das Recht beziehungsweise übernimmt die Verpflichtung, die entsprechende Breitbandinfrastruktur zu errichten, für eine Mindestdauer von sieben Jahren zu betreiben und gegenüber der örtlichen Endkundin oder dem örtlichen Endkunden sowie interessierten Drittanbietenden entsprechende Dienstleistungen und Angebote zu marktüblichen Konditionen zu erbringen.

Die Höhe des an das Telekommunikationsunternehmen zu zahlenden finanziellen Ausgleichs wurde in mehreren europaweiten Auswahlverfahren ermittelt. In diesen Verfahren haben bisher die Stadtwerke Schneverdingen-Neuenkirchen, die EWE, die Stadtwerke Soltau, die Fa. Komnexx/Inexio sowie die Fa. Bungalski Zuschläge erhalten.
 

Weitere Informationen zur Bundesförderung können auf der Homepage des Bundes eingesehen werden.

Informationen zur Landesförderung können hier aufgerufen werden. 

 

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Ob Ihre Ortschaft zu den unterversorgten Bereichen gehört, können Sie den nachfolgenden Karten entnehmen.

 

 

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