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Gesundheitsamt

Berechnung der 7-Tage-Inzidenz


Die 7-Tage-Inzidenz ist eine wichtige Grundlage für die Einschätzung der Entwicklung der Corona-Pandemie. Der Wert bildet die Fälle pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern in den letzten 7 Tagen ab. Für die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz des Heidekreises wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) der Bevölkerungsstand vom 31.12.2019 in Höhe von 140.673 Einwohnerinnen und Einwohnern zugrunde gelegt.

Die Berechnung der 7-Tage-Inzidenz erfolgt auf Basis des Meldedatums, also dem Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt (Gesundheitsamt des Heidekreises) Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst und an das Landesgesundheitsamt (NLGA) übermittelt hat. Für die heutige 7-Tage-Inzidenz werden die Fälle mit Meldedatum der letzten 7 Tage gezählt. Der aktuelle Tag wird dabei nicht in die Berechnung einbezogen, weil an diesem noch weitere Meldungen erfolgen können und somit nicht volle 7 Tage berücksichtigt würden.

Beispielrechnung: Angenommen die Summe der Corona-Fälle im Landkreis der vergangenen 7 Tage beträgt 125. Dann ist diese Zahl durch 140.673 (Bevölkerungsstand) zu teilen (dividieren) und mit 100.000 zu multiplizieren. Dies ergibt dann eine 7-Tage-Inzidenz von 88,9. Bei der Ermittlung der Summe der Corona-Fälle ist zu beachten, dass der Sonntag oder auch ein Feiertag immer mit 0 Corona-Fällen zu berücksichtigen ist, da an diesem Tag keine Corona-Fälle gemeldet werden. Ab dem 5. Juni 2021 ist auch der Samstag mit 0 Corona-Fällen zu berücksichtigen.   

Anhand dieser "Rechenformel“ können auch die 7-Tage-Inzidenzen der Städte, Samtgemeinden, Gemeinden und des gemeindefreien Bezirks Osterheide (Kommunen) errechnet werden. Wobei diese Inzidenzen in Bezug auf die sogenannte „Corona-Notbremse“ NICHT relevant sind.

Die Einwohnerzahlen mit Datenstand vom 30.06.2020 lauten wie folgt:

  • Stadt Bad Fallingbostel -12.137
  • Stadt Munster - 15.106
  • Stadt Schneverdingen - 18.826
  • Stadt Soltau - 21.273
  • Stadt Walsrode - 30.207
  • Gemeinde Bispingen - 6.398
  • Gemeinde Neuenkirchen - 5.637
  • Gemeinde Wietzendorf - 4.136
  • Samtgemeinde Ahlden - 7.031
  • Samtgemeinde Rethem - 4.531
  • Samtgemeinde Schwarmstedt -  13.038
  • Gemeindefreier Bezirk Osterheide - 2.545

Die Entwicklung der Corona-Fallzahlen in den jeweiligen Kommunen können der täglichen Pressemitteilungen oder der BIWAPP entnommen werden. Die Infektionsfallzahlen gelten immer für die gesamte Stadt, Samtgemeinde, Gemeinde oder den gemeindefreien Bezirk. Es wird aus Datenschutzgründen nicht nach einzelnen Ortschaften oder Mitgliedsgemeinden differenziert.

Hinweis: Die Zahlen der genesenen Personen spielen bei der Berechnung der 7-Tage-Inzidenz übrigens KEINE Rolle.

Genesenen-Bescheinigung - Genesenenstatus gilt nur noch drei Monate


Wer gilt als vollständig genesen?

Neu 15.01.2022: Wer eine Corona-Infektion überstanden hat, erhält nur noch für drei Monate den Genesenenstatus. Die fachlichen Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden zum 15. Januar 2022 geändert. Die Verkürzung wird mit der neuen Virusvariante Omikron begründet. Lesen Sie mehr.

Als vollständig genesen laut Verordnung gelten somit alle Personen, die eine Corona-Infektion überstanden haben - und dies mit einem positiven PCR-Labortest nachweisen können, der mindestens 28 Tage und höchstens drei Monate alt ist. Nach Ablauf dieses Zeitraumes ist eine Corona-Impfung möglich.

Damit haben alle Genesenennachweise seit dem 15. Januar 2022 eine Gültigkeit von höchstens 90 Tagen. Auch die, die bereits vor dem 15. Januar 2022 ausgestellt wurden.

Gibt es schon eine einheitliche Genesenen-Bescheinigung?
Derzeit wird seitens des Bundesgesundheitsministeriums in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut und IBM ein digitaler Impfpass entwickelt. Darin soll auch ein digitaler Genesenen-Nachweis integriert werden. Diese Entwicklung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Wie weise ich eine Genesung nach?
Der Heidekreis stellt gerne eine Genesenenbescheinigung auf Anfrage per E-Mail unter corona@heidekreis.de aus.

Grundsätzlich gilt für genesene Personen aus dem Heidekreis als Genesenen-Bescheinigung:

  • der Labornachweis der Teststelle
    und
  • die Quarantäneanordnung des Gesundheitsamtes des Heidekreises.

Der Laborbefund ist bei Bedarf bei der jeweiligen Teststelle anzufordern.

Studie CogniCovid19 der Hochschule Heidelberg - Um Unterstützung wird gebeten!

Im Laufe der Pandemie wurden immer mehr Auswirkungen einer Infektion mit SARS-CoV-2 bekannt - die spezifischen Auswirkungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, wie zum Beispiel Beeinträchtigungen des Arbeits- und Langzeitgedächtnisses sowie der exekutiven Funktionen, wurden bislang jedoch nur unzureichend untersucht.

Innerhalb einer groß angelegten Langzeitstudie „CogniCovid19“ der Fakultät für Angewandte Psychologie der SRH Hochschule Heidelberg (Bereich Kognitive Neurowissenschaften) soll untersucht werden, inwiefern eine Infektion mit SARS-CoV-2 die o. g. kognitiven Funktionen verändert. Dabei sollen sowohl die kurzfristigen Beeinträchtigungen unmittelbar nach einer Infektion betrachtet werden als auch die längerfristigen Auswirkungen, die über Monate hinweg bestehen bleiben oder erst mit deutlicher Verzögerung auftreten.

Weitere Informationen zur Studie können auf der Homepage der Hochschule Heidelberg abgerufen werden.

Der Informationsflyer (PDF) steht hier zum Lesen bereit.

Wenn Sie direkt teilnehmen möchten, klicken Sie hier.