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Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle

Drei Leitstellen im Verbund sorgen im Heidekreis für Ihre Sicherheit

Wenn Sie im Heidekreis in einem Notfall - zum Beispiel bei einem Feuer oder bei einem schweren Unfall - den Notruf 112 wählen, werden Sie zu jeder Tages- und Nachtzeit mit der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle (FRL) verbunden. In den meisten Fällen ist es die Leitstelle des Heidekreises in Soltau. Doch dies muss nicht immer so sein, denn der Heidekreis betreibt zusammen mit den Landkreisen Harburg und Rotenburg/Wümme einen Leitstellenverbund. Das bedeutet, dass die Leitstellen der drei Landkreise virtuell miteinander verbunden sind. Durch diesen Verbund wird sichergestellt, dass Ihr Notruf jederzeit von kompetenten Personen (Disponenten) entgegengenommen wird und die erforderlichen Hilfskräfte ohne Verzögerung alarmiert werden können.

Gehen zum Beispiel in der FRL des Heidekreises zur gleichen Zeit mehr Notrufe ein, als durch die dort tätigen Disponenten abgefragt werden können, werden die noch ankommenden Notrufe automatisch zu einer der beiden anderen Leitstellen in den Nachbarlandkreisen weitergeleitet und dort von einer Disponentin oder einem Disponenten angenommen. Von allen drei Leitstellen aus können die örtlich zuständigen Feuerwehren und Rettungsdienste sowie Notärztinnen und Notärzte alarmiert werden. Durch den Leitstellenverbund wurde die schnelle Hilfe für die Bevölkerung in allen drei Landkreisen dreifach abgesichert. Ein weiterer Vorteil sind die vorhandenen Ortskenntnisse des eingesetzten Leitstellenpersonals, das die Einsatzkräfte auch zu weit abgelegenen Einsatzstellen führen kann.

Wenn Sie in einem Notfall die 112 anrufen, melden Sie der Disponentin oder dem Disponenten in der FRL, was passiert ist. Dabei sind möglichst genaue Angaben besonders wichtig. Damit nichts vergessen wird, sollten Sie sich dabei nach den fünf W-Fragen richten. Näheres dazu finden Sie unter Notruf 112 - richtiges Handeln im Notfall.

Benutzen Sie die Notrufnummer nur in Notfällen. Die 112 ist keine Auskunftsstelle und auch kein „Kummertelefon“. Blockieren Sie die 112 daher nicht durch allgemeine Anrufe. Die Leitung muss für wirkliche Notrufe frei sein. Bedenken Sie, dass auch Sie mal in Not sein könnten und auf schnelle Hilfe angewiesen sind. Dann wollen doch auch Sie, dass die Leitung für Ihren Notruf frei ist und dieser schnell angenommen wird.

Damit auch gehörlose, schwerhörige, stumme und behinderte Menschen Rettungskräfte über die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle anfordern können, wurde unter anderem vom Deutschen Schwerhörigenbund e. V. und der Berufsfeuerwehr Frankfurt/Main eine Notfall-Telefax-Vorlage erstellt. Es empfiehlt sich diese Vorlage bereits vorher auszudrucken und mit den persönlichen Daten (Namen, Anschrift, eigene Fax-Nummer und Art der Behinderung) zu versehen. Dann brauchen Sie in einem Notfall nur noch anzukreuzen bzw. kurz schildern was geschehen ist. Wenn die Vorlage handschriftlich ausgefüllt wird, sollten Sie besonders leserlich - möglichst in Druckbuchstaben - schreiben. Das ausgefüllte Fax senden Sie an die Telefaxnummer - 05191 9271113 - der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle in Soltau.

Die Notfall-Telefax-Vorlagen des Deutschen Schwerhörigenbundes e. V. stehen derzeit nicht zur Verfügung, da die Homepage des DSB überarbeitet wird. Vorübergehend können Sie die Notfall-Telefax-Vorlagen in 14 europäischen Sprachen hier aufrufen.

Was passiert in der Leitstelle nach einem Notruf?

Die Disponentin oder der Disponent, der Ihren Notruf entgegengenommen hat, alarmiert sofort die erforderlichen Hilfskräfte. Dies können je nach Ereignis die Feuerwehr, die Notärztin/der Notarzt, der Rettungsdienst oder auch andere Hilfskräfte sein. Häufig sind es mehrere, die gleichzeitig alarmiert werden. Notrufe, für die die Polizei zuständig ist, werden von der FRL an diese weitergeleitet. Besser ist es aber, in solchen Fällen gleich die 110 anzurufen.

Meistens erfolgt die Alarmierung der Feuerwehr und der Rettungsdienste still. Das heißt, dass die Öffentlichkeit von der eigentlichen Alarmierung nichts mitbekommt. Nur bei den Einsatzkräften - egal ob freiwilliges Feuerwehrmitglied oder hauptamtliche/r Rettungssanitäter/in - wird per Funk auf einem Digitalen Meldeempfänger (DME) ein Signal ausgelöst. Gleichzeitig wird in Kurzform - ähnlich einer SMS - der Grund der Alarmierung mitgeteilt. Die alarmierten Rettungskräfte besetzten daraufhin die Einsatzfahrzeuge (Feuerwehr, Rettungswagen, Notarztwagen) und melden sich von dort jeweils über Funk bei der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle an. Von der Disponentin oder vom Disponenten bekommen sie nun die genauen Einsatzinformationen. Es sind die, die Sie mit Ihrem Notruf mitgeteilt haben. So können sich die Einsatzkräfte schon auf der Anfahrt zum Einsatzort vorbereiten. Je genauer Ihre Notruf-Informationen waren, desto besser. Das spart eventuell wertvolle Zeit. Denn in einem Notfall zählt jede Minute!

Feuerwehreinsatz- und RettungsleitstelleDie drei Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstellen im Leitstellenverbund der Landkreise Heidekreis, Harburg und Rotenburg/Wümme tragen wesentlich zu Ihrer Sicherheit bei. Unter der 112 erreichen Sie dort im Notfall rund um die Uhr eine Disponentin oder einen Disponenten, die/der für schnelle Hilfe sorgt. Helfen Sie mit, dass diese Hilfe allen Menschen in Not zur Verfügung steht.

Rufen Sie die 112 nur an, wenn Sie wirklich in Not sind! Damit ist Ihnen und Ihrem Nächsten geholfen!

Neuste Leitstellentechnik seit 2017 im Einsatz
Durch den seit 2006 bestehenden Leitstellenverbund der Landkreise Heidekreis, Harburg und Rotenburg/Wümme wird eine Gesamtfläche von 5.188 km² abgedeckt und rund 550.000 Einwohnerinnen und Einwohner betreut. 2017 haben die drei Landkreise insgesamt 2,43 Millionen Euro in die neueste Leitstellentechnik investiert. In der FRL Soltau arbeiten zehn Disponenten rund um die Uhr im Schichtbetrieb. 2016 bearbeiteten sie 66.559 Anrufe, die zu 38.746 Einsätzen im Rettungsdienst und 1.596 Einsätzen der Feuerwehren allein im Heidekreis führten.