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Notruf 112 - Richtiges Handeln im Notfall

Notruf 112 - Richtiges Handeln im Notfall

Was ist ein Notfall?

Unter einem Notfall versteht man ein plötzlich eintretendes Ereignis, welches eine unmittelbare Gefahr für das Leben oder die Gesundheit des Menschen bedeutet. Dazu gehören Brände und Unfälle, aber auch Vergiftungen, Verbrennungen und Erkrankungen mit schweren Störungen des Bewusstseins (plötzliche Bewusstlosigkeit), der Atmung (Atemnot), des Kreislaufs, der Blutzirkulation, des Nervensystems sowie starke Blutung, starke Schmerzen über der Brust, anhaltendes Erbrechen, Krampfanfälle und Schockzustand.

112-EU-LogoUnter der allgemein bekannten Notrufnummer 112 erreichen Sie in einem Notfall sowohl die Feuerwehr als auch den Rettungsdienst. Wenn Sie die „112“ im Heidekreis wählen, wird Ihr Anruf in der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Heidekreises entgegengenommen. Der Notruf 112 ist sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunknetz kostenlos.

Bitte beachten Sie: Wenn Sie sich in der Nähe der Kreisgrenze aufhalten - im Festnetz gilt das auch für einige Ortschaften nahe der Kreisgrenze - geht der Notruf in der nächstgelegenen Leitstelle ein. Das muss nicht immer die im Heidekreis sein. Ihr Notruf wird aber immer an die zuständige Leitstelle weitergeben.

Damit die Hilfe schnell ankommt, beachten Sie bitte die nachfolgenden Hinweise:

Was ist in einem Notfall zu tun?

  • Bewahren Sie Ruhe! Versuchen Sie trotz des Notfalls ruhig zu bleiben!
  • Sichern Sie - falls nötig - die Schadenstelle ab! Beachten Sie dabei Ihre eigene Sicherheit.
  • Leisten Sie die lebensrettenden Sofortmaßnahmen - Erste Hilfe!
  • Rufen Sie über den Notruf 112 die Feuerwehr oder den Rettungsdienst und die Notärztin oder den Notarzt. Machen Sie den Beschäftigten in der Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle klare und deutliche Angaben. Gehen Sie dabei anhand der folgenden fünf W-Fragen vor:
 
Wer ruft an? Nennen Sie immer zuerst Ihren Namen und eine Telefonnummer, unter der Sie für eventuelle Rück- oder Nachfragen erreichbar sind.
Wo ist es geschehen? Nennen Sie die genaue Adresse (Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk) und beschreiben Sie - sofern Ihnen bekannt - Besonderheiten bei der Zufahrt (zum Beispiel Hinterhof, Fahrtrichtung auf der Autobahn). Je genauer Ihre Angaben sind, desto besser für die anrückenden Hilfskräfte. Fragen Sie eventuell auch ortskundige Personen.
Was ist geschehen? Beschreiben Sie kurz, was passiert ist. Zum Beispiel: „Es brennt in der Wohnung.“ / „Die Person hat stechende Schmerzen in der Brust.“/ „Es gab einen Verkehrsunfall, an dem zwei Autos beteiligt sind.“
Wie viele Verletzte (Erkrankte)? Nennen Sie die Anzahl der verletzten oder erkrankten Personen. Sagen Sie unbedingt, wenn Personen noch im Fahrzeug eingeklemmt sind oder sich noch Personen in einem brennenden Gebäude aufhalten.
Welcher Art sind die Verletzungen? Beschreiben Sie - wenn möglich - auch die Art der Verletzungen.
   
  Nach den wichtigen fünf W-Fragen folgt noch ein wichtiges „W“:
   
Warten Sie auf Rückfragen! Legen Sie bitte nicht gleich auf, sondern warten Sie auf eventuelle Fragen des Leitstellenpersonals. Erst wenn dieses keine Fragen mehr an Sie hat, beendet die Leitstelle das Gespräch!


Was unterscheidet einen Notfall von einer Notsituation?
Eine Notsituation liegt dann vor, wenn aufgrund einer Erkrankung schnelle ärztliche Hilfe erforderlich ist, ohne dass eine unmittelbare Lebensgefahr besteht. Eine Notsituation liegt aber auch dann vor, wenn die Erkrankte oder der Erkrankte oder dessen Angehörige die Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe für dringend erforderlich halten. Im Einzelfall kann es sich dabei auch um die Fortführung einer unbedingt notwendigen Dauerbehandlung handeln.


Wer ist in einer Notsituation anzurufen?
Verkehrszeichen NotruftelefonWährend der Sprechzeiten rufen Sie in einer Notsituation bitte Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder eine andere niedergelassene Ärztin oder einen anderen niedergelassenen Arzt an. Außerhalb der Sprechzeiten (zum Beispiel abends, nachts, an Feiertagen oder Wochenenden) wenden Sie sich an den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Es gilt der Satz: Wer mit seinen Beschwerden während der Sprechzeiten zu seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt oder einer niedergelassenen Ärztin oder einem niedergelassenen Arzt gehen würde, der kann außerhalb dieser Sprechzeiten (zum Beispiel abends, nachts oder an Wochenenden) den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen.

Die Notaufnahme eines Krankenhauses ist in einer Notsituation nicht die richtige Anlaufstelle, da diese dadurch für echte Notfälle blockiert wird.

Weitere gültige Telefonnummern für Notsituationen/Notfälle finden Sie nachfolgend:
Polizei / Feuerwehr / Notfallrettung  
Polizei 110
Feuerwehr und Notfallrettung
(Rettungsdienst / Notarztdienst)
112
   
Unfall / Krankheit
Ärztlicher Bereitschaftsdienst (außerhalb üblicher Sprechstunden)
 
 
- Nordkreiskommunen: im Heidekreisklinikum Soltau 05191 928100
- Südkreiskommunen: im Heidekreisklinikum Walsrode 05161 481180
   
Apothekennotdienst www.apotheken.de
   
Giftnotruf GIZ-Nord (Giftinformationszentrum Göttingen)  
0551 19240
www.giz-nord.de/cms/