Informationen zu Ausländer- und Asylangelegenheiten

Allgemeine Informationen

Allgemeine Ausländerangelegenheiten

Die Einreise und der Aufenthalt von Ausländerinnen und Ausländern nach bzw. in Deutschland sind abhängig von ihrem Herkunftsstaat sowie der persönlichen Situation und dem Grund der Einreise in den verschiedensten Rechtsvorschriften geregelt. Zu nennen wären unter anderem das Aufenthaltsgesetz (AufenthG), das Freizügigkeitsgesetz–EU (FreizügG/EU), das Asylgesetz (AsylG) sowie damit in Verbindung stehende Verordnungen, Konventionen, Vereinbarungen und Richtlinien.

Ausländerinnen und Ausländer, die Angehörige eines nicht der EU-zugehörigen Staates sind, benötigen für die Einreise nach und den Aufenthalt in Deutschland einen Aufenthaltstitel. Hierunter fallen:

  • das Visum (§ 6 AufenthG)
  • die befristete Aufenthaltserlaubnis (§ 7 AufenthG)
  • die Blaue Karte (§ 19a AufenthG)
  • die unbefristete Niederlassungserlaubnis (§ 9 AufenthG)
  • die unbefristete Erlaubnis zum Daueraufenthalt - EG

Ist für die Einreise nach Deutschland ein Visum erforderlich, so ist dieses bei der deutschen Auslandsvertretung im jeweiligen Heimatstaat zu beantragen.

Alle anderen Aufenthaltstitel werden bei Vorliegen der Voraussetzungen von der zuständigen Ausländerbehörde erteilt.

Ausländerinnen und Ausländer, die die Voraussetzungen für die Erteilung eines Aufenthaltstitels nicht erfüllen und Deutschland zum Beispiel nach einem negativ abgeschlossenen Asylverfahren wieder verlassen müssen, werden unter bestimmten Voraussetzungen vorübergehend geduldet.

Regelung des Aufenthaltes von Asylbewerbern während des Verfahrens:
Über den Asylantrag entscheidet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Jede Asylbewerberin oder jeder Asylbewerber erhält während seines laufenden Asylverfahrens eine Aufenthaltsgestattung, deren Gültigkeit der Heidekreis verlängert. Die Asylbegehrenden sind dem Heidekreis zugewiesen und haben deswegen ihren Wohnsitz während des Asylverfahrens an der ihnen genannten Anschrift zu nehmen, solange sie zur Sicherung ihres Lebensunterhaltes öffentliche Leistungen in Anspruch nehmen. Wird der Asylantrag abgelehnt, organisiert die Ausländerbehörde die Ausreise bzw. Abschiebung, dazu gehört unter anderem auch die Beschaffung von Ausweispapieren.

Wird jemand als Asylberechtigte oder als Asylberechtigter anerkannt, erhält er durch die Ausländerbehörde einen Reiseausweis und eine Aufenthaltserlaubnis. Die Asylbegehrenden haben die Möglichkeit, nach drei Monaten eine Beschäftigungserlaubnis zu erhalten, wenn die Bundesagentur für Arbeit zugestimmt hat. Dafür ist eine ausgefüllte Stellenbeschreibung seitens des Arbeitgebers vorzulegen. Für ein unentgeltliches Praktikum sollte vor Antritt eine Absprache mit der Ausländerbehörde erfolgen, ob eine Zustimmung der Bundesagentur erforderlich ist.