Informationen zu Ausländer- und Asylangelegenheiten

Verpflichtungserklärungen für die Erteilung eines Touristenvisums

Für die Erteilung eines Touristenvisums wird von den deutschen Vertretungen im Ausland in der Regel eine Verpflichtungserklärung gemäß §§ 66 - 68 AufenthG einer in Deutschland lebenden Person verlangt, mit der sich diese umfassend zur Übernahme aller durch die ausländische Besucherin oder den ausländischen Besucher möglicherweise in Deutschland entstehenden Kosten (Verpflegung, Unterkunft, Kosten einer Heilbehandlung, Abschiebungskosten etc.) verpflichtet.  Die Entscheidung über die Erteilung eines Visums trifft jedoch nicht die Ausländerbehörde, sondern ausschließlich die Auslandsvertretung! Bei Abgabe einer Verpflichtungserklärung hat der Verpflichtete für die Dauer vom Zeitpunkt der Einreise bis zur Beendigung des Aufenthaltsgrundes nach § 68 des Aufenthaltsgesetzes die Kosten für den Lebensunterhalt und nach §§ 66 und 67 des Aufenthaltsgesetzes die Kosten für die Ausreise des eingeladenen Ausländers zu tragen.

Für die freiwillige Überprüfung der Bonität (Zahlungsfähigkeit) der Erklärenden oder des Erklärenden sind zusätzlich folgende Unterlagen mitzubringen:

  • Aktuelle Einkommensnachweise der/des Einladenden,
  • bei Selbstständigen und freiberuflich tätigen Personen eine Bescheinigung einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters über den Gewinn der letzten 3 Monate.

Zur Prüfung der Bonität kann darüber hinaus noch die Vorlage zusätzlicher Nachweise erforderlich sein. Die Höhe des erforderlichen Einkommens hängt von der Größe des Familienverbandes, den bestehenden Unterhaltspflichten und der Anzahl der einzuladenden Personen ab. Weitere Einzelheiten können Sie bei der Ausländerbehörde erfragen.

Erforderliche Angaben über die Person, die in die Bundesrepublik Deutschland einreisen möchte:

  •  Name, Vorname
  •  Geburtstag, Geburtsort, Staatsangehörigkeit
  •  Wohnanschrift im Ausland
  •  Pass-Nummer (wichtig!)
  •  Passkopie (wünschenswert, um Schreibfehler zu vermeiden, welche zur Ablehnung des Visums führen könnten)

Hinweis:
Bitte beachten Sie, dass die Gastgeberin oder der Gastgeber die Verpflichtungserklärung persönlich in der Ausländerbehörde unterschreiben muss. Eine Vertretung oder auch schriftliche Bevollmächtigung ist nicht möglich.