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Wilseder Berg

Gesundheitsregion

Die Gesundheitsregion - vom Modell zur angepassten Konstruktion

Fachkräfte sichern ... ein wichtiger Aspekt.Von 2011 bis Ende 2013 beteiligte sich der Landkreis Heidekreis an dem Modellprojekt „Zukunftsregionen Gesundheit“ des Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Ziel der Modellregion war es die kooperative Zusammenarbeit und die Vernetzung unter den Akteuren des regionalen Gesundheitswesens und den Vertretenden der Kommunen zu intensivieren. Dieses Ziel wird nun durch den Heidekreis weitergeführt, um die gesundheitliche Versorgung sicherzustellen, Prävention zu stärken und Qualität sowie Wirtschaftlichkeit gesundheitsrelevanter Leistungen zu fördern.

Aufgrund der gewonnenen Erfahrungen aus dem Modellprojekt setzt der Heidekreis dabei besonderes Augenmerk auf die Fachkräftesicherung  im pflegerischen und medizinischen Bereich und arbeitet momentan an nachfolgenden Themen.

Landpartie Heidekreis


Mal raus aus der Großstadt und den Horizont erweitern! Das können Medizinstudentinnen und -studenten im Heidekreis. Das Kooperationsprojekt „Landpartie Heidekreis“ mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und den akademischen Lehrpraxen eröffnet diese Chance.  

Die Studentinnen und Studenten verbringen eine spannende Zeit im Heidekreis.Durch das Projekt kommen Studentinnen und Studenten aus Hannover im Rahmen ihres vierzehntägigen Blockpraktikums Allgemeinmedizin in den Heidekreis. Während dieser Zeit lernen sie die Tätigkeit in einer Hausarztpraxis im ländlichen Raum kennen. Begleitet werden sie durch engagierte Hausärztinnen und Hausärzte aus dem Heidekreis. Begeistert äußerten sich die Studentinnen und Studenten vor allem über die direkte Einbindung in den Praxisalltag: mal Fälle übernehmen, Menschen kennenlernen, Verantwortung bekommen ... Abseits der Praxisarbeit können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landpartie während des zweiwöchigen Praktikums auch das Heidekreis-Klinikum besichtigen, denn letztlich arbeiten niedergelassene Praxen und das Klinikum Hand in Hand, wenn es um das Patientenwohl geht.

Neben all der Arbeit darf auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Unsere niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte stellen Unterkünfte zur Verfügung und binden die jungen Menschen während der Praktikumszeit in den eigenen Familienalltag mit ein. Ein Einblick in die schöne Heideregion darf dabei natürlich auch nicht fehlen. Für alle Interessierten organisiert der Heidekreis Freizeitaktivitäten und ein Wochenendprogramm. Natürlich darf die Heideregion auch frei erkundet werden. Bei gemeinsamen Treffen kann das Erlebte besprochen werden. So ist auch der Kontakt zwischen den angehenden Medizinerinnen und Medizinern sichergestellt.

Dreimal im Jahr wird die „Landpartie Heidekreis“ durchgeführt. Im besten Fall beeinflussen die positiven Erfahrungen die spätere Wahl der Fachdisziplin und die Niederlassung im ländlichen Raum, hier speziell im Heidekreis.

Informationen in Kürze erhalten Sie über den Flyer der MHH (PDF).
 

Kooperationsprojekt "Landpartie Heidekreis"
Folgende niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte nehmen teil: Kontakt Medizinische Hochschule Hannover:
  • Dr. Jens Schlake / Dipl. med .Barbara Woesthoff, Walsrode
  • Dr. Britta Bostelmann-Häusser / Dr. Dirk Lampe, Walsrode
  • Dr. Claudia Hölzenbein, Soltau
  • Dr. Peter Rebhan, Soltau
  • Dr. Matthias Zink / Andrea Stendel, Rethem
  • Dr. Heino Feldbrügge / Doreen Kleine Stegemann, Neuenkirchen
  • Dr. Reinhard Spode / Egbert Rittner, Neuenkirchen
  • Dr. Armin Richert, Munster
  • Dr. Wulf W. Wöhler, Schneverdingen

Institut für Allgemeinmedizin
Leitung: Prof. Dr. med. Nils Schneider
Carl-Neuberg-Str.1
30625 Hannover
Tel. 0511 5322744
www.mh-hannover.de/allgemeinmedizin

Verantwortlich:
Dr. med. Rolf Stegemann

Förderung von Medizinerinnen und Medizinern - Erfahrungsberichte über das Praktische Jahr und über die Weiterbildung


Sie überlegen Ihre eigene Praxis zu gründen? Oder stecken Sie noch mitten im Studium und suchen einen Ort, um Ihr Praktisches Jahr zu absolvieren? Vielleicht wollen Sie sich aber auch zur Fachärztin oder zum Facharzt qualifizieren?

Dann kommen Sie zu uns in den Heidekreis!

Medizinische Versorgung sicherstellen ... das liegt dem Heidekreis am Herzen.Um die medizinische Versorgung des Landkreises auch zukünftig sicherzustellen, bietet der Heidekreis verschiedene Förderprogramme für Medizinstudierende und Ärztinnen und Ärzte an. Dabei sprechen nicht nur die finanziellen Förderungen für uns, sondern auch ein Leben auf dem Land mit Anschluss an Hamburg, Hannover und Bremen. Außerdem ist bei uns auch für eine bunte Gestaltung Ihrer Freizeit außerhalb der Arbeit gesorgt. Mit unseren zahlreichen Freizeitangeboten in der Erlebniswelt Lüneburger Heide bezüglich Shopping, Wellness, Naturaktivitäten und Kultur gibt es Spaß und Erholung für die ganze Familie, für Jung und Alt.
Warum nicht mal ausprobieren wie das Leben hier läuft? Einfach unseren Antrag online ausfüllen und los geht´s - Holen Sie sich Ihre Förderung!

Zur Famulatur
Der Landkreis zahlt einmalig eine Famulaturförderung in Höhe von 500,00 € für Studierende der Humanmedizin. Das Geld wird für einen Monat in einer hausärztlichen Praxis im Heidekreis gezahlt. Finden Sie heraus, welche Chancen eine Niederlassung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung im Heidekreis bietet. Dem Antrag müssen Sie nur noch Ihre Immatrikulationsbescheinigung beifügen und fertig! Um den Rest kümmern wir uns.

Zum Praktischen Jahr
Haben Sie Interesse an einer längeren Zeit bei uns? Der Heidekreis unterstützt Sie ein Jahr lang mit einem Förderbetrag von 500,00 € pro Monat. Selbstverständlich ist die Absolvierung des Jahres auch in Teilzeit möglich, der Betrag wird dann dementsprechend angepasst. Zu Ihrem Antrag benötigen wir lediglich:

  • Ihre Immatrikulationsbescheinigung,
  • eine Bescheinigung über den bestandenen Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung
  • sowie eine Bestätigung über den Ausbildungsplatz (im Original)
  • und eine Erklärung während des Praktischen Jahres gemeinsam mit dem Heidekreis an der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mitzuwirken, zum Ende einen schriftlichen Erfahrungsbericht zu verfassen sowie an einer Evaluation teilzunehmen.

Was müssen Sie sonst noch beachten?
Die ordnungsgemäße Durchführung des Praktischen Jahres ist nach jedem Tertial unaufgefordert durch eine Bescheinigung des Lehrkrankenhauses oder der Lehrärztin oder des Lehrarztes nachzuweisen und für den Höchstförderungsbetrag sollten alle drei Tertiale im Heidekreis absolviert werden.

Erfahrungen und Erlebnisse einer Medizinstudentin stehen am Ende dieser Seite zum Lesen bereit.

Zur Weiterbildung
Auch als Weiterbildungsassistentinnen und -assistenten zum Facharzt/zur Fachärztin für Allgemeinmedizin kann die Förderung genutzt werden. Während der zweijährigen ambulanten Weiterbildungszeit in Vollzeit in einer hausärztlichen Praxis unterstützen wir Sie mit 500,00 € pro Monat. Natürlich ist die Weiterbildung auch in Teilzeit möglich, der monatliche Betrag wird folglich angepasst.

Was sollten Sie darüber hinaus noch beachten?
Ihr Wohnsitz sollte für die Dauer der Weiterbildung im Heidekreis oder den angrenzenden Landkreisen Celle, Rotenburg/Wümme, Harburg, Nienburg/Weser, Lüneburg, Verden, Uelzen, Diepholz und Region Hannover liegen. Außerdem ist die ordnungsgemäße Durchführung der Weiterbildung halbjährlich durch eine Bestätigung der ausbildenden Praxis unaufgefordert nachzuweisen.

Zum Antrag fügen Sie noch bei:

  • eine Bestätigung der ausbildenden Praxis über den Ausbildungsplatz (im Original),
  • eine Bescheinigung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen über die Weiterbildung
  • und eine Erklärung von Ihnen während der ambulanten Weiterbildung gemeinsam mit dem Heidekreis an der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mitzuwirken, zum Ende einen schriftlichen Erfahrungsbericht zu verfassen sowie an einer Evaluation teilzunehmen.

Und dann steht Ihrer Förderung nichts mehr im Weg!

Erfahrungen und erste Erlebnisse einer Assistenzärztin stehen am Ende dieser Seite zum Lesen bereit.

Zur Niederlassung
Wenn Sie sich im Heidekreis als zugelassene Haus- oder Fachärztin bzw. Haus- oder Facharzt niederlassen, fördern wir Ihre Praxisgründung seit 2020 mit bis zu 30.000,00 Euro. Das gilt auch für die Niederlassung in einer Gemeinschaftspraxis.
Bis zu 10.000,00 Euro können Sie bekommen, wenn Sie eine Haus- oder Fachärztin bzw. einen Haus- oder Facharzt neu in Anstellung beschäftigen oder eine Zweitpraxis eröffnen.
Ganz einfach unseren Antrag online ausfüllen, die weiteren benötigten Dokumente anfügen und sich Ihre Förderung holen!
Zum Antrag fügen Sie

  • Ihren Lebenslauf,
  • eine beglaubigte Kopie der zulassungsrechtlichen Entscheidung über die vertragsärztliche Tätigkeit
  • und die De-minimis-Erklärung hinzu.

Worauf müssen Sie sonst noch achten?
Die ärztliche Tätigkeit sollte innerhalb von sechs Monaten nach der zulassungsrechtlichen Entscheidung aufgenommen bzw. mit dem Anstellungsverhältnis innerhalb von sechs Monaten nach der zulassungsrechtlichen Entscheidung begonnen werden. Bei einer Niederlassung bzw. Gründung einer Zweigpraxis ist die ärztliche Tätigkeit für die Dauer von fünf Jahren auszuüben (im Fall der Zweigpraxis im Umfang von 10 Stunden pro Woche an mehreren Tagen in der Zweigpraxis).
Bei neu begonnenen Anstellungsverhältnissen soll der Arztsitz mindestens drei Jahre besetzt bleiben. Mit der Niederlassung, Gründung einer Zweigpraxis oder Anstellung darf vor der Bewilligung nicht begonnen werden.

So einfach war Förderung noch nie! - Unbürokratisch und schnell!
Scheuen Sie sich nicht Ihren Antrag zu stellen!

Der Heidekreis fördert!Der Heidekreis arbeitet in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen an dem Förderprogramm, sodass Sie es leicht haben an alle nötigen Unterlagen zu gelangen.

Die Anträge auf Förderungen sind beim

Landkreis Heidekreis
09.2 Kreisentwicklung und Wirtschaft
Harburger Straße 2
29614 Soltau

zu stellen. Im Falle der Famulatur, des Praktischen Jahres und der Weiterbildung ist eine Frist von mindestens 4 Wochen vor Aufnahme der Tätigkeit einzuhalten.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne Anke von Fintel telefonisch unter 05191 970-643 oder per E-Mail an: anke.vonfintel@heidekreis.de.
 


Das Praktische Jahr: Erfahrungen und Erlebnisse

Laura ZielonkaLaura Zielonka hat im Jahr 2020 das Praktische Jahr im Heidekreis absolviert und berichtet über ihre Erlebnisse. Einige Aussage dazu sind nachfolgend aufgeführt:

  • "Die Unterstützung von heranwachsenden Medizinern im Praktischen Jahr ist nicht selbstverständlich.
  • Das Praktische Jahr als Externe/r Medizinstudent/in überhaupt im Heidekreis absolvieren zu können, das ist toll.
  • Vom Heidekreis-Klinikum (HKK) wurde mir netterweise auch eine Unterkunft gestellt, sodass ich mir diesbezüglich keine Gedanken und keinen Stress machen musste.
  • Im HKK wurde ich sofort offen und freundlich empfangen.
  • Ich hatte zuvor keine praktischen Berührungen zur Chirurgie und alles war neu. Ich habe sehr viele Fragen gestellt, die mir immer geduldig und nett beantwortet wurden. Nein, sogar mehr - ich hatte nicht das Gefühl zu nerven, sondern das Glück gehabt, auf ein Team zu treffen, das Freude am Unterrichten und Weitergeben von Wissen hatte.
  • Meine Realität war, dass ich mich von Anfang an gut betreut und angeleitet gefühlt habe.
  • Ich habe mich Mal für Mal wohler gefühlt, bis zu dem Punkt, an dem ich wirklich jedes Mal, wenn ich meinen Namen auf dem OP-Plan gesehen habe, innerlich Freudensprünge gemacht habe".

Die weiteren beeindruckenden Ausführungen (PDF) können Sie hier lesen. 

 

Jana Heene hat auch im Jahr 2020 das Praktische Jahr im Heidekreis absolviert und berichtet über ihre Erfahrungen. Einen kleinen Auszug über ihre Erlebnisse finden Sie nachfolgend:

  • Heidekreis-Klinikum (HKK): Die Anfangszeit, die für mich doch sehr aufregend und herausfordernd war, wurde mir dadurch erleichtert, dass mir ein fester Ansprechpartner unter den Assistenzärzten zugeteilt wurde, der immer ein offenes Ohr für mich hatte.
  • Langsam und mit viel Geduld wurde ich an die alltäglichen Aufgaben einer Stationsärztin herangeführt und fühlte mich dabei nie allein gelassen.
  • Nach und nach lernte ich EKGs ausführlich und systematisch zu befunden, Abdomensonografien durchzuführen, die Stationsarbeit zu erledigen, Patienten strukturiert aufzunehmen, in der Notaufnahme nicht nur im Weg herum zu stehen und in den ersten begleiteten Nachtschichten zu bestehen.
  • Vor dem für mich zweiten Tertial in der Viszeralchirurgie des HKK Walsrode hatte ich wohl den meisten Respekt. Meine anfängliche Nervosität wurde durch den herzlichen Empfang des gesamten Teams aufgefangen. Schnell wandelte sich meine Zurückhaltung dem Fach gegenüber in Neugier, Freude und Wissbegierde. Was ich ausschließlich dem engagierten, geduldigen und tollen Team zu verdanken habe. Sie haben mich mit Kollegialität, großem Engagement für die Lehre und Humor an das Fach herangeführt und Begeisterung für das Fach in mir geweckt, die ich nicht für möglich gehalten hatte.
  • Bei der Arbeit in einer Gemeinschaftspraxis in Walsrode wurde mir viel Vertrauen entgegengebracht. Wusste ich nicht weiter, war immer einer der Ärzte zur Stelle, um mir zu helfen und fehlendes Wissen zu vermitteln. Außerdem brachte mir das gesamte Team an medizinischen Fachangestellten mit großer Geduld organisatorische und diagnostische Besonderheiten einer allgemeinmedizinischen Praxis näher.

Der Erfahrungsbericht (PDF) in Gänze steht hier zur Einsicht zur Verfügung.

Weiterbildung: Erfahrungen und Erlebnisse

Seit November 2020 ist die junge Medizinerin Jana Arnold in der Arztpraxis Dr. med. Heino Feldbrügge und Doreen Kleine Stegemann in Neuenkirchen tätig. Sie absolviert dort eine zweijährige Weiterbildung, die für die Anerkennung als Fachärztin für Allgemeinmedizin erforderlich ist.  Jana Arnold Arnold berichtet, warum sie sich für Neuenkirchen entschieden hat und über ihre ersten Erfahrungen in einer Landarztpraxis. Sie hat sich den Fragen des Heidekreises gestellt. Lesen Sie das Interview (PDF) hier.

Seit Januar 2021 absolviert Dr. Christioph Nelges eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in der Praxis von Dres. Dirk Lampe und Dr. Britta Bostelmann-Häusser in Walsrode. Er berichtet darüber, warum er diesen Weg gewählt hat und was ihm daran gefällt. Da Interview steht hier als PDF-Dokument zur Einsicht bereit.

Der Heidekreis sagt HERZLICHEN DANK für diese tollen Feedbacks.

Veranstaltung mit und an Schulen in Kooperation mit der Arbeitsagentur zum Thema „Medizinstudium - Der Arztberuf im Heidekreis“

 

Während der Berufsorientierung entwickelt sich ein Wunsch: „Ich möchte Medizin studieren!“. Um diese Haltung zu bestätigen, fehlt es aber an ehrlichen Antworten auf diverse Fragen. Im Internet möchte man nicht gucken, denn hier finden sich viele, aber meist eher unzureichende Antworten.

Arbeiten in einer Praxis.Wie läuft der Alltag in einer Praxis aus Sicht der Ärztin oder des Arztes ab? Ist das Arbeiten in ländlichen Räumen anders als in der Großstadt? Was sind die schwersten Hürden im Praxisalltag? Was sind die schwersten Hürden im Studium? Komme ich trotz des niedrigen NC an einem Medizinstudienplatz? Kann ich das Studium wirklich trotz einem niedrigen NC schaffen?

Es fehlt an vertrauenswürdigen Informationen und das am besten aus erster Quelle. Im Heidekreis haben wir viele engagierte Ärztinnen und Ärzte, die diese Fragen gerne während Berufsorientierungsstunden beantworten würden, aber keine Zeit haben in der Woche an Vormittagen und damit zur normalen Öffnungszeit der Praxen für Fragen und Antworten bereitzustehen.

Auf der Messe Work & Life, die jährlich im September stattfindet, lädt der Heidekreis deswegen am Messesamstag zu einem Seminar „Medizinstudium - der Arztberuf im Heidekreis“ ein. Neben Ärztinnen und Ärzten aus dem Heidekreis gibt die Agentur für Arbeit kompetent Informationen weiter. Eine Antwort auf einen schlechteren NC ist zum Beispiel ein TMS-Test. Was ist das aber und wie kann ich an so einem Test teilnehmen?

In der Corona-Pandemie kann die Messe Work & Life leider nicht stattfinden. Derzeit wird an einer digitalen Lösung gearbeitet, die trotz Corona hilft, Fragen zum Medizineralltag zu beantworten. Fragen zum NC, zu Eignungstests usw. beantwortet Frau Schoppan von der Agentur für Arbeit gerne weiterhin.

Kontakt:
Agentur für Arbeit
Carmen Schoppan
Beraterin für akademische Berufe
Feldstr. 7 – 9 Soltau
E-Mail: Soltau.151-u25@arbeitsagentur.de
Servicerufnummer: 0800 4 5555 00

Generalistische Pflegeausbildung


Was bedeutet generalistische Pflege für den Heidekreis?

Logo "Europa für Niedersachsen"Der Grundgedanke
Die neue generalistische Pflegeausbildung im Heidekreis startet im Jahr 2020. Die bisher getrennten Berufsausbildungen der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Kinderkrankenpflege sind zu einer generalistischen Ausbildung mit dem Berufsabschluss „Pflegefachfrau/Pflegefachmann“ zusammengeführt worden. Dabei wird den Auszubildenden der gleiche Inhalt vermittelt sowie die Arbeit in mehreren verschiedenen Pflegebetrieben mit unterschiedlichen Pflegearten.

Damit werden die Auszubildenden zur Pflege von Menschen aller Altersstufen in allen Versorgungsbereichen wie im Krankenhaus, im Pflegeheim und ambulant in der eigenen Wohnung befähigt. Nach dem Abschluss der generalistischen Ausbildung ist ein Wechsel innerhalb der pflegerischen Versorgungsbereiche jederzeit möglich.

Der Pflegeberuf bietet eine ausfüllende Tätigkeit nah am Menschen mit einer hohen Arbeitsplatzsicherheit, denn Pflegekräfte werden auf dem Arbeitsmarkt dringen gesucht.

Doch wie entstand die Idee einer einheitlichen Ausbildung für alle Pflegeberufe?

Der Mangel an Pflegepersonal, egal ob in der Altenpflege, Krankenpflege usw., ist schon lange Zeit bundesweit ein großes Problem für den Gesundheitssektor. Die Menschen werden immer älter und gerade in ländlich geprägten Regionen wie dem Heidekreis liegt der Altersdurchschnitt ziemlich hoch. Im Heidekreis werden also vermehrt Pflegefachkräfte gesucht, die auch im Bereich der Altenpflege angelernt sind. Um Pflegekräfte flexibler in den unterschiedlichen Berufszweigen einsetzten zu können und das Berufsbild an sich durch bessere Zukunftsaussichten attraktiver zu gestalten, wurde beschlossen alle spezifischen Pflegeausbildungen unter einer generalistischen zusammenzufassen. Die neue Pflegeausbildung im Heidekreis startet im Jahr 2020.

Die Umsetzung war kein einfacher Prozess. Damit sich ein Überblick über die Zusammenführung der Ausbildungsberufe verschafft werden konnte, hielt der Landkreis zusammen mit den Pflegeschulen im März und November 2019 Gesundheitskonferenzen ab und erstellte eine Umfrage aller Pflegebetriebe im Heidekreis und Umgebung, um sich ein umfassendes Bild von ihren Bedürfnissen und Bedenken zu machen.Logo Pflegeverbund

Dabei stellte sich heraus, dass alle ausbildenden Betriebe die Zusammenarbeit untereinander und mithilfe einer gemeinsamen Koordinationsstelle befürworten. Die gemeinsame Kooperation der Pflegebetriebe wird nun unter dem Logo des „Ausbildungsverbund Pflege Heidekreis“ geregelt. Die gemeinsame Rahmenvereinbarung wie auch das Vertragswerk sind in Arbeit. Bei Fragen kann die gemeinsame Koordinatorin Frau Arminana-Paredes angesprochen werden.

Zur Ausbildung an sich
Die generalistische Pflegeausbildung gliedert sich in einen betrieblichen und einen schulischen Teil. Der theoretische und praktische Unterricht findet an einer Pflegeschule statt. Die praktische Ausbildung im Betrieb ist deutlich umfangreicher. Der oder die Auszubildende schließt dazu einen Ausbildungsvertrag mit dem Träger der praktischen Ausbildung ab. Das ist das Krankenhaus, das Pflegeheim oder der ambulante Pflegedienst. Da die Ausbildung alle Bereiche der Pflege umfasst, werden Teile der praktischen Ausbildung in anderen Einrichtungen der pflegerischen Versorgung durchgeführt. Die Praxiseinsätze der Auszubildenden finden künftig im rotierenden Verfahren bei mehreren Einrichtungen an mehreren Lernorten statt, da keiner allein das geforderte Spektrum abbilden kann. Alle Auszubildenden sollen alle Bereiche der bisher eigenständigen Berufe kennen und lernen das theoretische Wissen in der Praxis anzuwenden. Gefordert ist also eine Rotation durch ganz unterschiedliche Bereiche wie ambulante Pflege, Altenpflege stationär, Akutversorgung im Krankenhaus, Pädiatrie und (Geronto-) Psychiatrie.
Alle Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung. Diese ist im Einzelnen vom jeweiligen Betrieb geregelt. Der Ausbildungsbeginn für die Teilzeitausbildung ist jeweils zum 1. April und für die Vollzeitausbildung zum 1. August und zum 1. September eines Jahres. Die Auszubildenden erhalten zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich für das dritte Jahr wählen. Nach dem dritten Ausbildungsjahr erwerben sie dann den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“.
Zugangsvoraussetzungen für die Pflegeausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss, ein Hauptschulabschluss plus eine erfolgreich abgeschlossene zweijährige Berufsausbildung oder eine erfolgreich abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung.
Nach der Ausbildung gibt es viele Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren und zu spezialisieren. Durch die neue generalistische Ausbildung ist der Wechsel zwischen den einzelnen Pflegearten jederzeit möglich. Und auch im Ausland kann die Ausbildung genutzt werden, da sie europaweit anerkannt ist.

Bei Interesse oder Fragen zur Ausbildung bzw. zu dem Thema an sich melden Sie sich gerne!

Die Projektarchitektur - von der Idee zum Ziel


Sie haben eine Idee, die die Gesundheitsregion Heidekreis innovativer macht? Diese Projektideen dürfen durchaus "quergedacht" sein. Auf lange Sicht und unter Berücksichtigung des demografischen Wandels sowie des Fachkräftemangels im pflegerischen und medizinischen Bereich soll durch Ihr Projekt die gesundheitliche Versorgung nachhaltig sichergestellt werden. Dabei müssen nicht zwangsläufig neue Projekte entwickelt werden, sondern es kann auch auf bestehende aufgebaut werden.

Wir sind auf Ihre Ideen angewiesen und können Ihnen durch die Vernetzung mit passenden Akteuren weiterhelfen. In Arbeitsgruppen entwickeln Personen aus unterschiedlichen Fachgebieten praxisnahe und problemorientierte Vorhaben.

Ob Ihr Projektantrag durch Fördermittel aus dem Projekt "Gesundheitsregion" mitfinanziert werden kann, wird durch Arbeitskreise und eine ausgewählte Steuerungsgruppe geprüft. Um für die nötige Transparenz zu sorgen, stellt die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e. V. eine passende Handreichung bereit, die Ihnen hilft, von der Idee zum Projektantrag zu gelangen.

Die Handreichung (PDF) können Sie hier herunterladen.

Den in den Arbeitsgruppen konkretisierten oder durch Sie in Eigenleistung erstellten Projektantrag, richten Sie bitte an Andrea Galonska. Die Kontaktdaten finden Sie im am rechten Seitenbereich.