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Legal Highs

Legal Highs

Legal Highs sind künstlich hergestellte Substanzen, die eine berauschende Wirkung haben und ursprünglich so entwickelt wurden, dass sie nicht sofort unter bestehende Drogengesetze fallen. Sie sollen die Effekte bekannter Drogen wie Cannabis, Ecstasy oder Amphetamine nachahmen, werden aber im Labor chemisch verändert. Auch wenn der Begriff „legal“ etwas anderes vermuten lässt, sind viele dieser Stoffe mittlerweile verboten.

Die Wirkung von Legal Highs ist sehr unterschiedlich, da es sich nicht um einheitliche Produkte handelt. Sie beeinflussen das zentrale Nervensystem und können je nach Zusammensetzung anregend, entspannend oder bewusstseinsverändernd wirken. Häufig greifen sie in ähnliche Prozesse im Gehirn ein wie klassische Drogen, sind dabei aber oft deutlich stärker oder unberechenbarer. Ein großes Problem besteht darin, dass die genaue Wirkung kaum vorhersehbar ist, weil sich die Inhaltsstoffe ständig ändern und die Dosierung schwer einzuschätzen ist.

Gerade diese Unberechenbarkeit macht Legal Highs besonders gefährlich. Die Zusammensetzung ist oft unklar oder falsch angegeben, sodass Konsumierende nicht wissen, welche Stoffe sie tatsächlich zu sich nehmen. Zudem sind viele dieser Substanzen noch wenig erforscht, weshalb langfristige gesundheitliche Folgen kaum abschätzbar sind. Schon kleine Mengen können starke Nebenwirkungen auslösen, darunter Angstzustände, Panik, Herz-Kreislauf-Probleme oder sogar lebensbedrohliche Vergiftungen.

Besonders gefährdet sind junge Menschen, die Legal Highs aus Neugier ausprobieren oder sie fälschlicherweise für ungefährlich halten. Auch die leichte Verfügbarkeit über das Internet oder spezielle Shops trägt dazu bei, dass sie häufiger konsumiert werden. Zusätzlich steigt das Risiko, wenn Legal Highs mit anderen Drogen kombiniert werden, da sich die Wirkungen gegenseitig verstärken oder unvorhersehbar verändern können.

Oft werden diese Stoffe unter harmlos klingenden Namen wie „Kräutermischung“, „Badesalz“ oder „Raumduft“ verkauft, um ihre eigentliche Funktion zu verschleiern. Dadurch entsteht leicht der Eindruck, es handle sich um ungefährliche Produkte, was jedoch nicht der Fall ist.

Ein weiteres Beispiel für leicht zugängliche berauschende Substanzen ist Lachgas. Es wird ursprünglich in der Medizin, etwa als Narkosemittel, oder in technischen Bereichen verwendet, kann aber auch eingeatmet werden, um kurzfristig einen Rauschzustand hervorzurufen. Die Wirkung tritt meist sehr schnell ein und äußert sich in einem Gefühl von Entspannung, Euphorie oder veränderter Wahrnehmung. Allerdings ist auch der Konsum von Lachgas nicht ungefährlich. Es kann zu Schwindel, Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen kommen. Bei häufiger Nutzung besteht zudem die Gefahr von Nervenschäden, da das Gas den Vitaminhaushalt im Körper beeinflussen kann. Besonders riskant ist es, wenn große Mengen konsumiert oder das Gas in ungeeigneten Situationen eingeatmet wird, da es zu Sauerstoffmangel kommen kann. Obwohl Lachgas oft als harmlos wahrgenommen wird, zeigt dieses Beispiel, dass auch scheinbar legale und frei verfügbare Substanzen erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen können.

Insgesamt sind Legal Highs keine sichere Alternative zu anderen Drogen. Im Gegenteil: Durch ihre unbekannte Zusammensetzung, die schwer einschätzbare Wirkung und die fehlende Forschung stellen sie ein erhebliches Risiko für die Gesundheit dar.

 

Warnzeichen für problematischen Konsum können sein:

plötzliche Angst oder Panikattacken

starke Stimmungsschwankungen

Verwirrtheit oder Orientierungslosigkeit

Rückzug von Freunden und Familie

ungewöhnliches oder aggressives Verhalten

Erste Anlaufstelle

Die Hausarztpraxis ist oft der erste Kontakt, wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben oder ärztlichen Rat suchen.

Erhalten Sie Hilfe bei der Suchtberatungsstelle des Landkreises Heidekreis:  

Für Soltau: Telefon 05191 2072 und E-Mail: awo.soltau@awo-trialog.de

Für Walsrode: Telefon 05161 8011 und E-Mail: awo.soltau@awo-trialog.de

  • Informieren und begleiten rund um das Thema Sucht bei Missbrauch und Abhängigkeit.
  • Vermittlung in eine qualifizierte Entgiftung, in ambulante und stationäre Entwöhnungstherapie, in Selbsthilfegruppen
  • Einzel-, Paar-, und Familiengespräche, Krisenintervention und Prävention
  • Vorbereitung zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis (MPU)
  • und weitere Hilfen

Erfahren Sie mehr zu Abhängigkeit von Legal Highs unter den folgenden Links: