Ecstasy
Ecstasy ist eine künstlich hergestellte Droge (meist mit dem Wirkstoff MDMA), die vor allem in Party- oder Clubkontexten konsumiert wird, um sich euphorisch, energiegeladen und emotional verbunden zu fühlen. Allerdings täuscht diese Wirkung den Körper: Man fühlt sich leistungsfähiger, obwohl tatsächlich keine zusätzliche Energie vorhanden ist und man sich leicht überfordert.
Der Konsum ist besonders gefährlich, weil die Substanz starke Auswirkungen auf Körper und Psyche haben kann. Es kann zu Überhitzung, Kreislaufproblemen oder sogar lebensbedrohlichen Situationen kommen. Zudem weiß man oft nicht genau, welche Stoffe wirklich enthalten sind, was das Risiko zusätzlich erhöht. Auch nach dem Rausch treten häufig negative Folgen wie Erschöpfung, Angst, Schlafprobleme oder depressive Stimmung auf.
Eine Abhängigkeit entwickelt sich vor allem psychisch: Betroffene verspüren ein starkes Verlangen, die positiven Gefühle immer wieder zu erleben, und greifen deshalb erneut zur Droge. Hinweise darauf können sein, dass man den Konsum nicht mehr gut kontrollieren kann, ständig daran denkt oder ihn fortsetzt, obwohl bereits Probleme auftreten. Entzugserscheinungen zeigen sich häufig durch Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit oder Konzentrationsprobleme.
Langfristig kann Ecstasy sowohl die körperliche als auch die seelische Gesundheit schädigen. Möglich sind unter anderem anhaltende Depressionen, Angstzustände oder schwere körperliche Komplikationen bis hin zu Organversagen in Extremfällen.
Um mit dem Konsum aufzuhören, ist es wichtig, sich Unterstützung zu holen – zum Beispiel durch Beratungsstellen, Therapieangebote oder Selbsthilfegruppen. Auch Gespräche mit vertrauten Personen können helfen. Entscheidend ist, den eigenen Konsum kritisch zu hinterfragen und aktiv nach Hilfe zu suchen, statt das Problem allein bewältigen zu wollen.
Erste Anlaufstelle
Die Hausarztpraxis ist oft der erste Kontakt, wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben oder ärztlichen Rat suchen.
Erhalten Sie Hilfe bei der Suchtberatungsstelle des Landkreises Heidekreis:
Für Soltau: Telefon 05191 2072 und E-Mail: awo.soltau@awo-trialog.de
Für Walsrode: Telefon 05161 8011 und E-Mail: awo.soltau@awo-trialog.de
- Informieren und begleiten rund um das Thema Sucht bei Missbrauch und Abhängigkeit.
- Vermittlung in eine qualifizierte Entgiftung, in ambulante und stationäre Entwöhnungstherapie, in Selbsthilfegruppen
- Einzel-, Paar-, und Familiengespräche, Krisenintervention und Prävention
- Vorbereitung zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis (MPU)
- und weitere Hilfen

