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Modellprojekt „Kita inklusiv - Gemeinsam die Kita gestalten" im Heidekreis gestartet 

Mit dem Modellprojekt „Kita inklusiv - Gemeinsam die Kita gestalten" setzen sechs Einrichtungen im Landkreis Heidekreis ein starkes Zeichen für Inklusion, Chancengerechtigkeit und Partizipation in Kindertagesstätten. Den gemeinsamen Startschuss stellte die Auftaktveranstaltung am vergangenen Dienstag dar. Im Rahmen des Eröffnungsprogrammes machte ein fachlich geführter Austausch Inklusion sichtbar, teilte Erfahrungswerte miteinander, kategorisierte Herausforderungen und gab den Anlass Möglichkeiten innerhalb verschiedener Prozesse zu hinterfragen. 

An der Einführungsveranstaltung nahmen neben den Vertretungen der beteiligten Kindertageseinrichtungen und Trägervertretende auch die Kreisrätin Cornelia Reithmeier, der Fachbereichsleiter Kinder, Jugend, Familie Daniel Wächtler sowie die Fachgruppenleitung für Frühkindliche Bildung und Betreuung Karin Langenhop teil. Cornelia Reithmeier betonte: „Wir wollen mit diesem Projekt inklusive Strukturen fördern, welche die Zukunft der Bildungslandschaft im Heidekreis prägen. Im Mittelpunkt steht die frühkindliche Betreuungs- und Bildungsstruktur nachhaltig zu stärken und Fachkräfte in ihrer Arbeit wirksam zu unterstützen“. Dabei geht es nicht darum Menschen an bestehende Strukturen anzupassen oder ihnen vorgegebene Lösungen überzustülpen. Vielmehr gilt es, Bildungs- und Betreuungsangebote gemeinsam, partizipativ und auf Augenhöhe zu gestalten. Nur durch eine gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Beteiligten können inklusive Strukturen entstehen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen von Kindern, Familie und Fachkräften gerecht werden.  

Im Rahmen eines Bewerbungsverfahren haben sechs Kindertagesstätten den Zuschlag zur Teilnahme am Modellprojekt „Kita inklusiv - Gemeinsam die Kita gestalten“ erhalten. Somit machen sich die Kita Buchholz (Aller), der Kindergarten Schulstraße (Hodenhagen), die Integrative Kita am Waldbad (Walsrode), der Integrative Kindergarten Grünstraße (Walsrode), die Kita Edith-Stein-Weg (Bad Fallingbostel) und die Kindertagesstätte Pusteblume (Neuenkirchen) auf dem Weg zur mehr Inklusion.

Ziel des Projektes ist es, gemeinsam mit Kindern, Familien, pädagogischen Fachkräften und weiteren Inklusionsberatern inklusive Strukturen zu entwickeln und Kitas als Orte der Vielfalt und des Miteinanders zu stärken. Kinder bringen unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen, Sprachen und Lebenswelten mit. Das Modellprojekt verfolgt den Ansatz, diese Vielfalt als Bereicherung zu verstehen und allen Kindern von Anfang an eine gleichberechtigte Teilhabe am Kita-Alltag zu ermöglichen. „Dabei stehen die individuellen Bedürfnisse und Potenziale jedes Kindes im Mittelpunkt“, so die Projektkoordinatorin Franziska Höper.

Im Rahmen des Projekts werden pädagogische Fachkräfte durch Inklusionsberatende begleitet, Fachwissen transferiert, inklusive Konzepte weiterentwickelt sowie die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit den Personensorgeberechtigten weiterentwickelt. Das Projekt versteht sich dabei als Lern- und Entwicklungsprozess, bei dem die Erfahrungen der beteiligten Einrichtungen gesammelt, ausgewertet und für die Weiterentwicklung inklusiver Bildungsangebote nutzbar gemacht werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen langfristig dazu beitragen, inklusive Strukturen in der frühkindlichen Bildung zu fördern und Fachkräfte durch fundierte Ansätze in der Praxis zu stärken. Das Projekt wird maßgeblich über das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) im Zuge der Richtlinie Bildungskommune gefördert.