Startschuss für die Zukunft
Heidekreis setzt mit TRENDS HK2030 auf Innovation, Zusammenarbeit und wirtschaftliche Stärke
Mit einem Förderbescheid in Höhe von über 1,1 Millionen Euro ist der offizielle Startschuss für das Transformationsprojekt „TRENDS HK2030 – Transformationsmanagement Wirtschaftsregion Heidekreis“ gefallen. Gemeinsam mit Niedersachsens Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, eröffnete Landrat Jens Grote damit eines der bedeutendsten Zukunftsprojekte, das der Heidekreis in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht hat. Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken und den Landkreis zukunftsfähig aufzustellen.
Schon mehrfach war Ministerin Melanie Walter im Heidekreis zu Gast. Doch dieser Termin am 08.07.2026 hatte eine besondere Bedeutung: Mit einer Fördersumme von 1.109.532,36 Euro erhält der Landkreis die bislang größte Unterstützung aus dem Programm der Zukunftsregion „HeiDefinition“. Für die kommenden drei Jahre werden gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Heidekreis, der Wirtschaftsförderung Deltaland, der Kommunalen Heide-Dienstleistungsgesellschaft (KHD) und der Energieagentur Heidekreis zahlreiche Projekte umgesetzt, die den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken sollen. Herzstück des Projekts wird das neue Transformationsbüro in Bad Fallingbostel sein, das künftig als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen, Kommunen und weitere Akteure fungiert.
Ministerin Melanie Walter machte deutlich, dass der Heidekreis mit diesem Projekt beispielhaft zeige, wie regionale Entwicklung heute gelingen könne. Besonders hob sie hervor, dass Zukunftsregionen künftig noch enger zusammenarbeiten müssten. „Ich wünsche mir, dass die Zukunftsregionen auch künftig noch stärker zusammenarbeiten. Gerade solche Kooperationen sind der Schlüssel, um erfolgreiche Projekte wie TRENDS HK2030 weiterzuentwickeln und die Regionen gemeinsam nach vorne zu bringen.“ Damit unterstrich sie den Ansatz, regionale Grenzen zu überwinden und Kräfte zu bündeln, um Niedersachsen insgesamt wirtschaftlich widerstandsfähiger und innovativer zu machen.
Auch Landrat Jens Grote betonte die hervorragenden Voraussetzungen, mit denen der Heidekreis in das Projekt startet. Anders als vielerorts könne hier auf bereits bestehende Netzwerke und erfolgreiche Kooperationen aufgebaut werden. „Wir starten mit diesem Projekt nicht bei null. Wir haben eine sehr gute Übersicht über das, was hier im Landkreis bereits passiert. Vor allem verfügen wir über ausgezeichnete Kooperationen, die wir jetzt nutzen können. Deshalb können wir unmittelbar loslegen.“ Diese enge Zusammenarbeit verschiedener Partner gilt als einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren des Projektes. Bereits in der Vorbereitung waren zahlreiche Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft eingebunden. Nun sollen diese Netzwerke weiter ausgebaut und dauerhaft gestärkt werden.
Inhaltlich konzentriert sich TRENDS HK2030 auf sechs große Zukunftsfelder. Dazu gehören die Begleitung von Transformationsprozessen in Industrie und Mittelstand, der Ausbau der Verteidigungs- und Sicherheitswirtschaft, Projekte rund um die Energiewende, Nachhaltigkeit in Unternehmen, Digitalisierung und mögliche Rechenzentrumsansiedlungen sowie die Förderung von Start-ups und Unternehmens-nachfolgen. Alle Teilprojekte verfolgen das gemeinsame Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Heidekreises langfristig zu sichern und neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Energieversorgung der Zukunft. Vor allem das Thema Wasserstoff spielte bei der Veranstaltung eine Rolle. Ministerin Walter zeigte sich überzeugt, dass Wasserstoff künftig eine Schlüsselrolle in der Energiepolitik einnehmen werde. „Ich glaube ganz stark an das Thema Wasserstoff. Es ist ein Zukunftsthema, das sich in vielen aktuellen Entwicklungen widerspiegelt. Gerade aus Sicht des Ministeriums wird Wasserstoff künftig eine wesentliche Rolle als unabhängiges Speicherinstrument übernehmen.“ Diese Einschätzung deckt sich auch mit den Zielen des Projektes. Im Bereich „Energieregion“ sollen unter anderem bestehende Energiestudien umgesetzt, der Anschluss an das Wasserstoffkernnetz begleitet sowie Projekte der Tiefengeothermie und der energetischen Entwicklung von Industrie- und Gewerbegebieten unterstützt werden.
Gerade vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Unsicherheiten setzte die Ministerin ein deutliches Signal des Optimismus. Sie machte deutlich, dass Investitionen in Zukunftstechnologien gerade jetzt wichtiger seien denn je. „Mit diesem Projekt zeigen wir, dass wir diesen Schritt jetzt gehen müssen – auch wenn die Zeiten gerade nicht einfach sind. Wir dürfen den Kopf nicht in den Sand stecken. Vielmehr zeigen wir mit starken Kooperationen, dass Entwicklung möglich ist und dass wir diesen Weg gemeinsam gehen.“ Diese Botschaft zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Veranstaltung. Der Heidekreis wolle den Wandel nicht nur begleiten, sondern aktiv gestalten. Dabei gehe es nicht ausschließlich um einzelne Projekte, sondern um eine langfristige Strategie, die Wirtschaft, Klimaschutz und Innovation miteinander verbindet. Mit dem Transformationsprojekt soll der Landkreis bis zum Jahr 2030 spürbare Fortschritte erzielen – sowohl bei der CO₂-Reduktion als auch bei Nachhaltigkeit, Innovation und wirtschaftlicher Resilienz. Gleichzeitig sollen neue Unternehmen angesiedelt, bestehende Betriebe unterstützt und hochwertige Arbeitsplätze gesichert werden.
Die hohe Fördersumme unterstreicht das große Vertrauen des Landes Niedersachsen in die Entwicklungsperspektiven des Heidekreises. Mit TRENDS HK2030 erhält die Region nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem die Chance, ihre vorhandenen Stärken konsequent auszubauen und sich als moderner, innovativer und nachhaltiger Wirtschaftsstandort zu positionieren.