Niedersachsen unterstützt den Heidekreis beim Aufbau einer
KI-Strategie für die Verwaltung
Künstliche Intelligenz ist längst Alltag – in Unternehmen, Schulen oder der Landwirtschaft. Damit auch Verwaltungen KI verantwortungsvoll einsetzen können, entwickelt der Landkreis Heidekreis eine eigene KI-Strategie. Dabei wird er wissenschaftlich begleitet vom Kompetenzaufbau bis zur praktischen Umsetzung. Diesen Prozess unterstützt die Landesregierung: Regionalentwicklungsministerin Melanie Walter überreichte am 12. Februar 2026 einen Förderbescheid über rund 40.500 Euro an Landrat Jens Grote. Die Mittel decken die Begleitung durch einen externen Dienstleister sowie eine Viertelstelle im Landkreis ab. Das entstehende Wissen soll später mit den Partnerkommunen der Zukunftsregion HeiDefinition – den Landkreisen Uelzen und Celle – und weiteren Kommunen geteilt werden.
„Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für unsere Regionen – besonders dann, wenn wir sie als Werkzeug nutzen, das die regionale Entwicklung stärkt und den Menschen vor Ort zugutekommt. Genau darauf setzt unser Programm ‚Zukunftsregion in Niedersachsen‘: Stärken bündeln, Kooperationen fördern und Zukunftsthemen gemeinsam voranbringen. Die Entwicklung einer KI-Strategie für die Verwaltung ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Sie verbindet Akteurinnen und Akteure, denkt über kommunale Grenzen hinweg und setzt klare Prioritäten. So stärken wir die Handlungsfähigkeit vor Ort und sorgen dafür, dass technologische Innovationen den Menschen dienen – und nicht umgekehrt", sagte Ministerin Walter.
Landrat Jens Grote ergänzte: „Künstliche Intelligenz wird auch unser Verwaltungshandeln in den kommenden Jahren entscheidend beeinflussen. Längst nicht mehr jede Auskunft oder Genehmigung wird zukünftig durch einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin erteilt, sondern vielleicht künstlich erstellt. Neben den technischen Möglichkeiten müssen wir auch die Menschen, die Künstliche Intelligenz einsetzen werden und die mit der neuen Verwaltung ganz alltäglich umgehen müssen, im Blick behalten. Genau diesen Schnittpunkt zwischen technischen Chancen, Mitarbeitenden und Nutzenden wollen wir mit dem Projekt ‚Wissenschaftliche Begleitung der KI-Strategieentwicklung für den Heidekreis‘ beleuchten.“
Hintergrund
Mit dem Programm „Zukunftsregionen in Niedersachsen“ unterstützt das Land Niedersachsen die Zusammenarbeit von Landkreisen und kreisfreien Städten, um regionale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. Die insgesamt 14 Zukunftsregionen erhalten dafür regionale Budgets für kreisübergreifende Projekte und Unterstützung für Regionalmanagements, die regionale Projekte entwickeln. Für diesen wichtigen Baustein einer aktiven Regionalpolitik setzt die Landesregierung bis zum 31. Dezember 2028 rund 96 Millionen Euro aus europäischen Fördermitteln (EFRE/ESF+) ein.
Die 14 anerkannten Zukunftsregionen in Niedersachsen sind: Elbtalaue-Heide-Wendland, Ems-Vechte, Hannover-Hildesheim, HeiDefinition, JadeBay, Mitte Niedersachsen, Moorregion Elbe-Weser, Ostfriesland, StadtLandZukunft OS, Süderelbe, Südniedersachsen, SüdOstNiedersachsen, Weserberglandplus, Zukunftsregion4Klima.
Für den Zusammenschluss der Landkreise Celle, Heidekreis und Uelzen als Zukunftsregion HeiDefinition sind knapp 8 Millionen Euro aus den EU-Förderfonds EFRE und ESF+ reserviert, zuzüglich Eigenmittel stehen rund 13,5 Millionen Euro für die Umsetzung von Projekten bereit.
Weitere Informationen zur Zukunftsregion HeiDefinition gibt es unter: www.heidefinition.de.
Quelle: Pressestelle der Niedersächsischen Landesregierung, Nds. Staatskanzlei, Planckstraße 2, 30169 Hannover, E-Mail: pressestelle@stk.niedersachsen.de